Khashoggi: Die letzten Sätze – danach zerstückelten sie ihn

Wollten die Machthaber in Riad einfach nur einen Kritiker aus dem Weg räumen? Oder drohte Jamal Khashoggi gar mit einer unangenehmen Enthüllung in Sachen 9/11?

 

Die „Washington Post“ hat jetzt den bisher letzten Beitrag Khashoggis veröffentlicht. Die Zeitung machte in einem Begleittext am Mittwochabend (Ortszeit) zugleich deutlich, dass sie nicht mehr davon ausgeht, dass der Autor noch am Leben ist.

Die Überschrift von Khashoggis Kolumne lautet: "Was die arabische Welt am meisten braucht, ist freie Meinungsäußerung." Der Journalist beklagt darin die mangelnde Pressefreiheit in den meisten arabischen Staaten. "Deshalb sind Araber, die in diesen Ländern leben, entweder nicht informiert oder falsch informiert."

Khashoggi lebte im Exil in der US-Hauptstadt Washington und schrieb als Kolumnist der „Washington Post“ immer wieder kritisch über das saudische Königshaus. Doch Kritik am König allein kosteten ihm wohl nicht das Leben.

Es ranken sich Gerüchte darum, dass er Hintergründe zum 9/11 Terror Anschlag in New York veröffentlichen wollte. Angeblich soll er Dokumente haben, die belegen, dass der saudiarabische Geheimdienst und der US-Geheimdienst zusammen gearbeitet haben. Das ist natürlich alles nur Spekulation und Verschwörungstheorie. Immerhin stammten 15 der 19 Attentäter von 9/11 aus Saudi Arabien.

In den Medien wird berichtet, dass Khashoggi lediglich ein kritischer Journalist gewesen sei, der aus dem Weg geräumt werden sollte. Nach seinen Aussagen ist er kein Einzelfall. In Saudi-Arabien gab es offensichtlich zahlreiche Verhaftungswellen und auch Hinrichtungen von Regimegegnern. 

Bleibt die Frage, warum der Mann sich in die saudiarabische Botschaft in Istanbul locken ließ. Wusste er nicht was in dort blühen konnte?

In alternativen US-Medien wird darüber spekuliert, dass der amerikanische Geheimdienst jeden Schritt Khashoggis kontrollierte und genau wusste, dass ihm in der Saudi-Botschaft der Tod droht. Angeblich lockten sie ihn unter falschen Versprechungen sogar in die Todesfalle - denn weshalb sollte ein im Exil lebender Regimekritiker freiwillig die saudiarabische Botschaft betreten?

Die Rolle der Geheimdienste in diesem Fall dürfte in Zukunft sicher noch für pikante Enthüllungen sorgen. Eines scheint derweil klar: Ein einfacher Regimekritiker dürfte sicherlich nicht in einer solch spektakulären Aktion entsorgt werden.

 

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