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Prawda – Stunde der Wahrheit rückt näher

Staatsfinanzierung aus der Notenpresse: EZB führt Zinssozialismus ein. - Fed: wann kommt die große Dollar-Berta? Moskau: bald russicher Frühling wegen Pussy Riot? - Südeuropa brennt, wer soll löschen? - Banken proben Stresstest. - Börsen: weiter rauf, aber brisante Marktechnik.

 

von Andreas Männicke

„Prawda“ ist eine russische Tagezeitung, die bereits vor der Oktoberrevolution im zaristischen Russland erstmals im Jahr 1912 in St. Petersburg erschienen war. Sogar Stalin war bis 1913 bis zu seiner Verbannung nach  Turuchansk kurz Chefredakteur der Zeitung. Seit 1917 wurde die Zeitung zum Parteiorgan der KPdSU. In der Prawda sollten Arbeiter für Arbeiter schreiben. Ob die Berichterstattung dann  später „wahrheitsgemäß“ war, sei einmal dahingestellt. Auch die Berichterstattung der kremlnahen Medien muss sich diese Zweifel einer wahrheitsgetreuen Berichterstattung gefallen lassen – ebenso wie jetzt wieder einmal  die russische Gerichte Zweifel an einer wahrheitsgerechten und nicht politisch bedingten  Urteilsfindung aufkommen lassen.


Die Verurteilung der drei jungen Mädchen aus der Musikgruppe Pussy Riot zu 2 Jahren Haftstrafe aufgrund eines provokativen 30 sekundigen Auftritts in  einer orthodoxen Kirche mit Parolen gegen Putin hatte jedenfalls ein großes Medienecho weltweit mit Sympathiekundgebungen für Pussy Riot ausgelöst. Damit hat sich Russland sicherlich keinen Gefallen getan, zumal es auch auf Gesetzesebene zu einer Verschärfung des möglichen Vorgehens gegen Oppositionelle und dem Entstehen von Zivilgesellschaften gekommen ist. Das Recht auf Demonstrationen und Versammlungsfreiheit wurde eingeschränkt und damit auch die Meinungsfreiheit.


Die Verurteilung der drei Mädchen wird sicherlich zu weiteren Protesten führen und damit möglicherweise das Gegenteil von dem bewirken, was Putin gewollt hat. Es kann sogar zum Bumerang werden, wenn ein Funke bei der Bevölkerung überspringen sollte, so wie es im „arabischen Frühling“ der Fall war. Davor hat Putin sicherlich Angst und er wird „alles tun“, um dies zu vermeiden, aber irgendwann kommt die Wahrheit („Prawda“) immer ans Licht. Er wäre gut beraten, mit den Oppositionellen in eine offene Kommunikation einzutreten anstelle oppositionelle  Künstler ins Gefängnis zu stecken. 


Die weiter anhaltende  Sommerrallye – sprichwörtlich  bei außergewöhnlich hoher Hitze sowohl in den USA als auch jetzt in Europa! – lässt den Eindruck aufkommen, dass alles durch die nächsten Notenbankentscheidungen lösbar ist. Das ist es aber nicht, denn durch ein mögliches QE3 der FED oder auch der EZB (durch den Aufkauf von italienischen und spanischen Anleihen) wird nur Zeit gewonnen; es werden aber keine Probleme gelöst. In Erwartung positiver geldpolitischer Impulse steigen jetzt aber die Aktienkurse, wobei das Short-Covering aus dem angelsächsischen Raum, wo massiv auf ein Auseinanderbrechen des Euros spekuliert wird, auch eine Rolle spielt.


Im jetzt auch immer heißer werdenden Wahlkampf in den USA wird auch die Lösung der Schuldenproblematik eine Rolle spielen, wobei Romney hier vor an den Sozialetat ran will, den Obama gerade neu geschaffen hat. Wie die USA tatsächlich ein Sparprogramm entwickeln und zu einem ausgeglichen Haushalt in einigen Jahren kommen wollen, bleibt ein Rätsel.


Aber auch hier rückt die Stunde der Wahrheit („Prawda“) näher, für Politiker und Notenbanker. Beide müssen schon Wunder vollbringen, um den Karren wieder aus dem Schulden-Dreck zu ziehen ohne eine Rezession/Depression oder Inflation  heraufzubeschwören. Die Erwartungen der Aktienanleger sind nach den kernigen Worten vom EZB-Chef Draghi, ehemaliger Investmentbanker bei Goldman Sachs, groß; sie könnten aber im Herbst enttäuscht werden. Ab 2013 drohen nicht nur Steuererhöhungen, sondern auch Zwangsenteignungen - entweder offen oder durch die Hintertür.


Am 12. September entscheidet das Bundesverfassungsgericht über die Rechtmäßigkeit des ESM und im September wird auch die Troika entschieden, ob das neuen Sparprogramm von Griechenland über 12 Mrd €  ausreicht, um Griechenland neue Gelder zu gewähren Griechenland spart sich „in Wahrheit“  tot.

Deutsche Banken proben im Stresstest schon was passiert, wenn Griechenland aus dem Euro austreten würde. Das würde sicherlich Auswirkungen auf die Commerzbank haben, denn diese ist über die Eurohypo am meisten vollgesaugt mit Südschienenanleihen. Bei Deutscher Bank droht zusätzlich Ungemach wegen möglichen Irangeschäften. Und über allen Bankhäusern schwebt noch das Damoklesschwert von Liborgate. Wieviel Schaden dies insbesondere bei der Deutschen Bank anrichtet, ist noch gar nicht abzuschätzen. Kein Wunder, dass Anleger um deutsche Finanzhäuser eher einen Bogen machen.

 

Die Rezession betrug im 2. Quartal um 6,7% in Griechenland. Aber auch die meisten südeuropäischen Länder befinden sich in einer Rezession und damit auch Gesamteuropa. Nur Deutschland bleibt der Fels in der Brandung mit einem knappen Wachstum, fragt sich nur, wie lange noch. Mit Argusaugen werden jetzt aber auch die Wachstumsraten in den USA und in China zu beobachten sein, die Aufschluss darüber geben werden, wie groß die Konjunkturdämpfer sein werden. Auch hier rückt die Stunde der Wahrheit (Prawda) näher.


Aber auch an den Weltbörsen rückt die Stunde der Wahrheit (Prawda) näher. Nach der beeindruckenden Sommerrallye der letzten 2 Monate kommt es nun darauf an, dass wichtige Chartmarken nachhaltig mit Schwung überwunden werden. Der DAX überwand schon knapp die 7000-er Marke, aber mit wenig Umsatz und wenig Kraft, so dass eine Konsolidierung wahrscheinlich ist. Eine Korrektur wäre jetzt also ganz normal. Dann kommt es aber darauf an, ob hernach wichtige Unterstützungslinien halten. Die Ostbörsen werden mit dem Dow Jones Index nach oben und unten schwanken. Der Dow Jones stieg in 2 Monaten um über 1000 Indexpunkte und zog alle Weltbösen mit nach oben. Auch hier kommt demnächst die Stunde der charttechnischen Wahrheit, ob die Marke von 13.300 nachhaltig und hohen Umsätze überwunden werden kann oder nicht. Andernfalls droht auch dort eine Korrektur.


Der RTS-Index stieg von 1300 auf über 1450 Indexpunkte. Auch hier kommt es jetzt darauf an, ob nun neue Hochs erreicht werden oder nicht. Am 17. August gab der RTS-Index um 1,59% auf 1421 Indexpunkte nach, wobei das Urteil gegen die Musiker von Pussy Riot auch ein Grund für die fallenden Kurse war, denn der WTI-Ölpreis stieg sogar um 1,08% auf 96,48 USD/Barrel.


Wenn man so will, war dies auch eine Ohrfeige für Putin durch die Börse. Trotz dieser Ohrfeige und Korrektur bleiben aber russische Aktien aufgrund der niedrigen Bewertungen chancenreich, wobei vor allem einige Konsumaktien weiterhin boomen. So konnte der Konsumwert Magnit in diesem Jahr schon um fast 50% ansteigen und damit auch ein neues Allzeit-Hoch erreichen. Seit Erstempfehlung im Muster-Depot des EAST STOCK TRENDS (EST) im Februar 2009 stieg die Aktie schon um 589%. Dies wurde nur durch die Bank of Georgia getoppt, die seit Erstempfehlung sogar um 880% (!) zulegen konnte. Dies zeigt schon auf, wie chancenreich die osteuropäischen Aktienmärkte  insbesondere nach externen Schocks und Krisen immer wieder sind.

www.eaststock.de

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