Uno entsendet Bundeswehroffizier nach Syrien. Oberstleutnant ist seit Ende vergangener Woche in Damaskus. Uno will Verbindungsbüro aufbauen.
Die Vereinten Nationen haben nach Informationen von SPIEGEL ONLINE erneut einen deutschen Bundeswehroffizier nach Damaskus entsandt. Am Montag informierte das Verteidigungsministerium ausgewählte Abgeordnete des Bundestags, dass der Oberstleutnant Harald Peukert bereits seit Ende vergangener Woche für die Uno in der syrischen Hauptstadt sowohl die Abwicklung der gescheiterten Beobachtermission als auch den Aufbau eines neuen Verbindungsbüros koordiniert.
Peukert ist an die Vereinten Nationen "ausgeliehen", der Deutsche wird von der Weltorganisation bezahlt und war bereits im April und Mai im Auftrag der Uno in Syrien stationiert.
Die Beobachtermission der Uno in Syrien war in der Nacht zum vergangenen Montag beendet worden, trotzdem wollen die Vereinten Nationen zumindest noch ein Verbindungsbüro in Damaskus behalten. Aufgabe des Deutschen und eines weiteren Kollegen aus der Uno-Zentrale in New York, so das Ministerium, sei die "Bearbeitung von sensitivem Material". Ende August soll Peukert wieder nach New York zurückkehren.



