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Mohammed bleibt online

Google hält an umstrittenen Mohammed-Video fest. Zentralrat der Muslime: Mohammed-Video wird instrumentalisiert - Abdel-Samad: Zusammenarbeit von islamischen und christlichen Extremisten.

 

Google hat am Freitag eine Bitte des US-Präsidialamtes abgelehnt, seine Entscheidung zu dem umstrittenen Mohammed-Film noch einmal zu überdenken. Google hatte sich entschlossen, den auf seiner Youtube-Plattform veröffentlichten Film nur in Ägypten und Libyen zu blockieren, ansonsten aber online zu lassen. Der Film, der den islamischen Propheten Mohammed verunglimpft, war der Auslöser für gewaltsame Proteste in vielen muslimischen Staaten. Sie richteten sich vor allem gegen US-Botschaften.

 

Zentralrat der Muslime: Mohammed-Video wird instrumentalisiert - Abdel-Samad: Zusammenarbeit von islamischen und christlichen Extremisten

 Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, hat Islamisten Manipulation vorgeworfen: „Extreme Gruppen instrumentalisieren das Video, um zu provozieren, Hass zu sähen und die jungen Demokratien zu destabilisieren“, sagte er dem Nachrichtenmagazin FOCUS. „Denn es muss doch die Frage erlaubt sein, wem das nutzt. Sicher nicht dem Demokratisierungsprozess. Es waren vielmehr Anschläge auf die jungen Demokratien.“

Der deutsch-ägyptische Buchautor Hamed Abdel-Samad spricht in diesem Zusammenhang von einer Zusammenarbeit der Extremisten beider Religionen: „Die christlichen und islamischen Extremisten spielen sich in die Hände“, sagte er FOCUS. „Nach außen tun sie so, als ob sie sich hassen, in Wirklichkeit lieben sie sich: Sie liefern sich gegenseitig die Argumente für ihren Kampf.“

Google erklärte, Zugangsbeschränkungen zu dem Video seien in einigen Ländern wie Indien und Indonesien verhängt worden, um dem jeweiligen lokalen Recht zu entsprechen. Diese Entscheidungen seien aber nicht auf politischen Druck hin erfolgt. In Ägypten und Libyen sei es wegen der dortigen angespannten Lage blockiert worden.

 

Außenminister: "Stürmung ist nicht hinnehmbar" / Herumtrampeln auf deutschen Staatssymbolen ist "unerträglich"

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) ist empört über die Zerstörung deutscher Hoheitszeichen beim Angriff auf die deutsche Botschaft im Sudan. Westerwelle sagte BILD am SONNTAG: "Die Stürmung unserer Botschaft in Khartum ist nicht hinnehmbar. Dass eine aufgewiegelte Menge auf deutschen Staatssymbolen herumtrampelt, ist unerträglich."​

Zugleich forderte Westerwelle von der sudanesischen Regierung, die Vorfälle aufzuklären und Konsequenzen zu ziehen: "Ich verlange vom Sudan, dass sich ein derartiger Angriff nicht wiederholt. Vor dem Hintergrund weiterer für Sonntag angekündigter Demonstrationen fordere ich, dass jede Gewalt gegen diplomatische Einrichtungen konsequent unterbunden wird und die Vorfälle von der sudanesischen Regierung aufgeklärt werden. Wir werden auf die Vorfälle klar, aber besonnen reagieren."​

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