Marc Faber rechnet mit der Fed ab: QE3 nutze nur den Reichen. Am Ende kommt es zu einem Systemkollaps. Man kann mit Gelddrucken keine Erfolge erreichen: "Die Fed zerstört die Welt". - Gold wird weiter steigen, abhängig davon, wieviel Geld noch gedruckt wird.
Marc Faber mit einer beeindruckenden Generalabrechnung in Sachen Fed. Die US-Notenbank würde am Ende die Welt zerstören, so Faber in einem Interview bei Bloomberg: "Die schlechte Geldpolitik in den USA macht uns glauben, das Geld komme dem Mann auf der Straße zu Gute. Das wird es nicht. Es geht an die Mayfair-Wirtschaft der Besserverdienenden und hilft höchstens dabei, die Preise für Warhol-Kunstwerke zu erhöhen."
Zynisch merkte Faber noch an: "Ich bin sehr glücklich. Das ist sehr gut für die Fed. Gratuliere, Herr Bernanke." Der Wert seiner Beteiligungen würden nun steigen, doch als verantwortungsvoller Bürger müsse er sagen: "Die Geldpolitik der USA zerstört die Welt."
"Es ist schwierig zu sagen, was nun passieren wird." Faber hält auch eine Systemkrise und einen völligen Kollaps des Geldsystems für möglich. "Her Bernanke ist ein Gelddrucker und wenn Mitt Romney die Wahlen gewinnt wird auch der nächste Fed-Chef ein Gelddrucker." Und so werde es immer weitergehen. "Auch die Europäer werden Geld drucken. Und die Chinesen. Jeder macht es."
Nach Ansicht von Faber führe das aber genau in die Sackgasse, denn es fördere Jobs im Niedriglohnsegment und generell die Arbeitslosigkeit. Das neue Geld schaffe nur wieder Blasen wie etwa am Immobilienmarkt.
"Der Fehler der US-Geldpolitik besteht im Glauben, dass das viele gedruckte Geld an den Mann auf der Straße fließen wird. Das wird aber nicht passieren. Es fließt an die vermögenden Bürger und wird die Vermögenspreise weiter steigen lassen. (…) Ich bin sehr glücklich. Sehr gut für die Fed. Glückwunsch, Mr. Bernanke! Meine Vermögenswerte werden sich verteuern. Aber als verantwortungsbewusster Bürger muss ich auch sagen, dass die US-Geldpolitik die Welt zerstören wird."
Goldverbot in USA?
"Der Goldpreis dürfte sich in realer Hinsicht stabil entwickeln, aber der Wert des Dollars und anderer Währungen wird abnehmen. Bezogen auf den Dollar wird der Goldpreis also weiter zulegen. Wenn man wissen will, wie hoch der Goldpreis steigen wird, muss man Mr. Bernanke und die Fed anrufen. (…) Sie werden Geld drucken. Sie haben das bereits seit Ewigkeiten gemacht und wozu hat es geführt? Zu einem Rekordhoch bei der Arbeitslosigkeit seit der großen Depression und hoher struktureller Arbeitslosigkeit. Und Arbeitslosigkeit trifft die Geringverdiener, nicht die Gutbetuchten. Man sollte also etwas Gold besitzen, aber man sollte es nicht in den USA lagern lassen, weil die Fed das Gold eines Tages beschlagnahmen wird."



