AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Sterben die Aktionäre aus?

Von einem „Crash der Demographie“ zu sprechen, mag etwas übertrieben sein. Aber Untersuchungen machen deutlich, dass der breite Aktienmarkt aller Voraussicht nach nicht der Zufluchtsort für den erfolgreichen Vermögensaufbau eines privaten Investors in Zukunft sein wird.

 

von Roland Klaus

In der vergangenen Woche habe ich Ihnen gezeigt, dass sich die demografische Entwicklung in den Industrieländern negativ auf die Gewinne der Unternehmen auswirken dürfte. Doch es gibt noch einen zweiten wichtigen Aspekt, wenn es darum geht, die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Aktienmärkte einzuschätzen: Wie wirkt sich die Alterung auf die Bewertung der Aktienmärkte aus? Oder plakativer gefragt: Sterben die Aktionäre aus?

Zu dieser Frage gibt es eine interessante Untersuchung des kalifornischen Ablegers der amerikanischen Notenbank. Die FED aus San Francisco kommt zu dem Schluss: In der Vergangenheit gab es einen verblüffend engen Zusammenhang zwischen dem Kurs-Gewinn-Verhältnis von amerikanischen Aktien und der Entwicklung der geburtenstarken Jahrgänge. Je mehr Amerikaner sich in dem Alter von 40 bis 49 befanden, in dem die Aktienanlage verbreitet ist, desto höher war das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das amerikanische Aktien aufwiesen.

 

P/E ratio and M/O ratio

Fakt ist aber, dass die Babyboomer nun aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Damit verschiebt sich das Verhältnis deutlich zugunsten der Älteren. In der Grafik äußert sich das in einem sinkenden M/O-Ratio, der roten Linie. Darin wird die Zahl der 40-49-Jährigen („M“ wie „middle age“) zu den 60-69-Jährigen („O“ wie „old“) ins Verhältnis gesetzt.


Je höher die Linie, desto mehr aktienaffine Amerikaner mittleren Alters gibt es im Verhältniszu den Alten. Seit etwa dem Jahr 2000 fällt diese Linie jedoch und wird dies auch bis Anfang des nächsten Jahrzehnts noch tun.

Projected P/E ratio from demographic trends 

Die blaue Linie stellt das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis des amerikanischen Aktienmarktes dar. Man erkennt auf den ersten Blick, dass beide Linien seit mehr als 50 Jahren einen hohen Gleichlauf aufweisen.

Auf dieser Basis malen die Forscher nun ein ziemlich düsteres Bild für die Zukunft. Ihre Gleichung lautet: Mehr Alte gleich niedrigeres KGV für Aktien. Konkret kommen sie zu der Prognose, dass das durchschnittliche KGV von 15 in 2010 auf nur noch 8,3 in 2025 sinken könnte. Bei gleichbleibenden Gewinnen würde das also fast eine Halbierung der Aktienkurse bedeuten. Selbst wenn die Unternehmen es schaffen sollten, ihre Gewinne zu verdoppeln, würden die Kurse lediglich stagnieren.

Greifen wir jedoch zurück auf die Untersuchungen von Harry Dent, die ich ihnen in der vergangenen Woche gezeigt habe, so sehen wir, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die realen Unternehmensgewinne der US-Wirtschaft stark steigen, eher gering ist. Ganz im Gegenteil ergeben sich aus der demographischen Entwicklung der USA und auch Europa eher sinkende Gewinnprognosen.

Zu sehen ist also, dass zwei völlig unterschiedliche Betrachtungsweisen der Aktienmärkte zu einem verblüffend einheitlichen Ergebnis kommen. Aus Sicht der Demographie steht den Aktienmärkten ein schwieriges Jahrzehnt bevor – sowohl aus Sicht der Unternehmensgewinne als auch unter dem Aspekt der Bewertungen. Von einem „Crash der Demographie“ zu sprechen, mag etwas übertrieben sein. Aber die Untersuchungen machen deutlich, dass der breite Aktienmarkt aller Voraussicht nach nicht der Zufluchtsort für den erfolgreichen Vermögensaufbau eines privaten Investors sein wird.

Wirtschaftliche Selbstverteidigung: Schützen Sie sich und Ihre Familie vor Eurokrise, Inflation und Staatsverarmung In meinem Buch „Wirtschaftliche Selbstverteidigung“ zeige ich deshalb einige Möglichkeiten auf, wie man trotz der heraufziehenden demographischen Bedrohungen an den Aktienmärkten profitieren kann. Denn wie bei allen Gefahren gibt es auch entsprechende Chancen. In diesem Fall bestehen sie darin, jene Unternehmen und Branchen auszuwählen, die von der Demographie profitieren.

www.wirtschaftliche-selbstverteidigung.de

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

DEXWEB - We Pursue Visions

 

Aktuelle Presse

Die Junge Union wendet sich gegen weitere Lockerungen der Schuldenbremse.

In einem Antrag für den Parteitag, über den der "Spiegel" berichtet, heißt es, eine Modernisierung der Regel, wie [ ... ]

Die Arbeits- und Sozialpolitikerin Ricarda Lang (Grüne) fordert vor dem Hintergrund der laufenden Debatte um den Rechtsanspruch auf Teilzeit für Beschäftigte ein Recht auf Vollzeit. "Beschäftigte [ ... ]

Unmittelbar vor der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts 2026 durch Ministerin Katherina Reiche (CDU) kommt von den Grünen im Bundestag scharfe Kritik am wirtschaftspolitischen Kurs der Regierung [ ... ]

Die Union will offenbar einen erneuten Versuch unternehmen, Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft vom Mindestlohn auszunehmen. Das geht aus einem Antrag für den CDU-Bundesparteitag im Februar [ ... ]

Die CDU will sich für die Einrichtung von "Handyschutzzonen" an allen Schulen in Deutschland einsetzen. Für Schüler "bis einschließlich Jahrgangsstufe 10 sollen an allen Schulen verbindliche [ ... ]

Die Hilfsorganisation Welthungerhilfe kritisiert, dass die schwarz-rote Koalition Wirtschaftsinteressen bei der Entwicklungshilfe stärker berücksichtigen wolle.

Es sei aus Sicht der Politik nachvollziehbar, [ ... ]

Angesichts der Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine und der dramatischen Folgen durch den Ausfall von Strom und Heizungen erwägen SPD-Politiker die Möglichkeit direkter Gespräche [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.