Mit dem neuen Leistungsschutzrecht wollen Verlage noch mal richtig abkassieren. Schon das bloße Zitieren kann demnach teuer und illegal werden. Das könnte die Internetkultur und die freie Rede dramatisch verändern. Doch dem Lobby-Ausführungs-Verein im Reichstag ist das egal und drischt derweil auf Google ein.
Die Google-Kampagne (sehr lesenswert!):
www.google.de/campaigns/deinnetz
Willst Du auch in Zukunft finden, was Du suchst?
Der Bundestag berät demnächst über ein Leistungsschutzrecht. Dieses soll Verlagen gegenüber Suchmaschinen und anderen Diensten das Recht geben, Suchergebnisse für Presseartikel zu verbieten oder von einer Zahlung abhängig zu machen. Für Dich würde es damit deutlich schwerer, im Internet die Informationen zu finden, die Du suchst. Verteidige Dein Netz gegen diesen weltweit einmaligen Eingriff, misch' Dich ein und teile diese Seite mit Freunden!
Die Junge Union bezeichnet das Leistungsschutzrecht als "Angriff auf die freiheitliche und marktwirtschaftliche Architektur des Internets". (Junge Union Deutschlands 29.8.2012) Auch die Landesverbände der FDP in Bayern und Nordrhein-Westfalen haben die Einführung eines Leistungsschutzrechts abgelehnt.
Das Gesetz ist ein Eingriff in die Informationsvielfalt und Meinungsfreiheit. Im Internet vorhandene Quellen sind schwerer auffindbar, die deutschen Nutzer sind schlechter informiert. Statt über Artikel deutscher Medien werden sich viele Nutzer künftig über Quellen aus anderen Ländern informieren, deutsche Positionen und Meinungen werden im Netz weniger sichtbar. Führende Medienwissenschaftler, Blogger und Internetexperten haben sich deshalb gegen dieses Gesetz ausgesprochen.
Politik attackiert Google:
Aus der CDU kommt scharfe Kritik an der Google-Kampagne gegen das geplante Leistungsschutzrecht. "Ich halte diese gigantische Aktion des Google-Konzerns für reichlich überzogen", erklärte der CDU-Rechtspolitiker und Bundestagsmitglied Peter Beyer den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Mittwochausgaben). "Google hat eine immense Wirtschaftsmacht und setzt diese für seine Kampagne ein", so Beyer. "Das Leistungsschutzrecht richtet sich nicht gegen die digitale Wirtschaft und wird den freien Informationsfluss nicht stoppen." Der Google-Konzern hat am Dienstag eine eigene Internetseite freigeschaltet, auf der gegen das neue Leistungsschutzrecht, das an diesem Donnerstag im Bundestag beraten wird, Stellung bezogen wird. Benutzer werden aufgefordert, bei den Bundestagsabgeordneten gegen die Reform zu protestieren. Google bietet unter anderem Kontaktdaten von Abgeordneten, die die User für ihren Protest nutzen sollen.
Zur Googlekampagne: www.google.de/campaigns/deinnetz



