Wowereit verteidigt Erfolge seiner Arbeit im BER-Aufsichtsrat. „Es wird zu wenig gesehen, dass dieser Flughafen in den letzten Jahren auf den Weg gebracht worden ist“.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), hat die Erfolge beim Flughafenbau verteidigt. „Es wird zu wenig gesehen, dass dieser Flughafen in den letzten Jahren auf den Weg gebracht worden ist“, sagte er im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Mittwochsausgabe).
Dazu gehöre nicht nur die reine Bautätigkeit. „Das komplexe, groß angelegte Planfeststellungsverfahren, die dazu notwendigen Genehmigungen, das Bürgerbeteiligungsverfahren, diverse juristische Auseinandersetzungen, die Gesellschafterentscheidungen zur Bereitstellung der Finanzierung, auch in einer Finanzkrise: In allen diesen Fällen war es notwendig, dass die Gesellschafter dem Projekt in ihrer Doppelfunktion als Aufsichtsratsmitglieder und als Ministerpräsident, Regierender Bürgermeister oder Staatssekretäre des Bundes geholfen haben.“
Wowereit fügte an: „Es wird viel zu wenig betrachtet, wie viel Hilfestellung da geleistet worden ist.“ Wowereit wehrte sich gegen die Unterstellung, er habe als Aufsichtsratsvorsitzender die Geschäftsführung der Flughafengesellschaft nicht ausreichend kontrolliert: „Ein Aufsichtsrat kann jedoch nur kontrollieren, worüber er Informationen bekommt. Die Geschäfte der Geschäftsführung kann er nicht übernehmen – und er darf auch gar nicht ins operative Geschäft eingreifen“.