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Commerzbank: brutaler Kahlschlag

Die Commerzbank will Tausende Stellen streichen. Im Gespräch sind rund 6000 Arbeitsplätze. Das entspräche rund 18 Prozent der deutschen Belegschaft. Konzernweit wären es rund zehn Prozent.

 

Die Commerzbank will mehreren Medienberichten zufolge Tausende Stellen streichen. Bei den anstehenden Gesprächen mit Arbeitnehmervertretern im Februar werde das Finanzinstitut vorschlagen, einen Abbau von 6000 Stellen mitzutragen, berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Streichung von 6000 Stellen entspräche rund 18 Prozent der deutschen Belegschaft. Konzernweit wären es rund zehn Prozent.

Laut "Frankfurter Allgemeiner Zeitung" (Freitagausgabe) will die Commerzbank im deutschen Geschäft 10 bis 15 Prozent der Belegschaft abbauen. Allerdings handele es sich dabei nur um eine vorläufige Größenordnung, bevor im Februar die Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen würden, hieß es. Nach Informationen aus Finanzkreisen gibt es in den Verhandlungen noch zahlreiche Stellschrauben, die zu einem geringeren Stellenabbau führen könnten.

Die Commerzbank wollte die Berichte zunächst nicht kommentieren. Die Zahl von 6000 bedrohten Arbeitsplätzen hatte im September bereits die Wochenzeitung "Die Zeit" genannt. Auch damals hatte die Bank sich nicht geäußert.

Die Commerzbank baut ihr Privatkunden-Geschäft um. Die Kosten sollen bis 2016 um eine Milliarde Euro sinken. Klar ist, dass es zu einem Stellenabbau unter den 56.000 Mitarbeitern kommen wird. Bisher hielt sich das Geldhaus dazu jedoch sehr bedeckt

Zuvor hatte die Deutsche Bank bereits ebenfalls Stellenstreichungen angekündigt. Wieviele Mitarbeitet beim deutschen Bankenprimus jedoch betroffen sind, steht noch nicht fest.

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