SAP-Gründer Hasso Plattner warnt vor einer Vermögensteuer: „Es ist doch erstaunlich, mit welcher Aggressivität wir uns über Leute ereifern, die erfolgreich sind“. - „Die Aktien gehen nach China“.
Die Einführung einer Vermögensteuer würde nach Ansicht des SAP-Gründers Hasso Plattner fatale Folgen für Deutschland haben. Der Software-Unternehmer sprach im Interview mit dem Nachrichtenmagazin FOCUS von einer „gefährlichen Strömung“. Wenn die Grünen eine Vermögensteuer von 1,5 Prozent durchsetzten, hätte das nach Plattners Ansicht zur Folge: „Um die Zusatzsteuer zu entrichten, müssen Reiche drei Prozent ihrer Aktien verkaufen. Ich sage allen Politikern, die ich treffe, wo das hinführt: Die Aktien gehen nach China. Nicht mehr nach Amerika. Amerika hat gar nicht mehr so viel Geld.“ Schon jetzt werde praktisch jede Woche ein deutsches Unternehmen teilweise oder ganz von Chinesen aufgekauft, mahnte der SAP-Aufsichtsratschef. Als deutscher Politiker müsse man sich vor Augen führen, welche Konsequenzen das künftig habe.
„Es ist doch erstaunlich, mit welcher Aggressivität wir uns über Leute ereifern, die erfolgreich sind“, so Plattner zu FOCUS. Nur im Showbusiness und der Formel 1 dürfe man verdienen, was man wolle. Geschäftsführer einer Firma würden viel zu oft gegängelt. „Wir müssen uns schon fragen, ob wir wirklich wollen, dass der Staat es Firmen immer schwerer macht und es immer weniger Produktivkapital in Privathand gibt. Mit so einem Klima schadet sich Deutschland, da verlieren wir unsere besten Leute.“ Für die sei dann Amerika erst recht das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Da seien Unternehmer wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der mit 28 Multimilliardär ist, die Vorbilder schlechthin.



