Afrika-Anrainer und Euro-Club-Mitglied Zypern ist zwar klein und korrupt - aber trotzdem systemrelevant. Das sagt EZB-Direktor Asmussen. Regierungen dürfen Hilfen nicht verweigern. Kollaps könnte Fortschritte in Schuldenkrise gefährden.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wegen der drohenden Pleite Zyperns vor einer erneuten Verschärfung der Schuldenkrise gewarnt. Der deutsche EZB-Direktor Jörg Asmussen forderte die Regierungen der Euro-Zone auf, dem neuen Sorgenkind die beim Rettungsschirm ESM beantragten Milliarden-Hilfen zur Stabilisierung seines Staatshaushalts nicht zu verweigern. "Eine ungeordnete Entwicklung in Zypern könnte die im vergangenen Jahr gemachten Fortschritte bei der Stabilisierung der Euro-Zone unterminieren", sagte Asmussen am Dienstag Reuters. Zypern sei zwar klein, könne aber dennoch systemrelevant für die gesamte Euro-Zone sein.



