Es gibt Fragen, die darf man in Deutschland nicht mehr stellen und Worte, die man nicht mehr sagen darf. Die Diktatur der political correctnes schreitet unaufhörlich voran. Was ist eigentlich so schlimm daran, zu fragen, ob ein asiatisch aussehender Kanzler Rösler große Akzeptanz findet?
Hessens FDP-Landeschef Jörg-Uwe Hahn hat mit einer Aussage über die vietnamesische Herkunft von Parteichef und Wirtschaftsminister Philipp Rösler einen Sturm der Entrüstung entfacht. Wörtlich sagte er: "Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren", sagte Hahn, der auch Vize-Ministerpräsident und Integrationsminister in Hessen ist, der "Frankfurter Neuen Presse".
Die Blockparteien laufen Sturm. Grüne und Linke sprechen gar von Rassismus. Hahn rudert zurück und reitet sich damit nur noch weiter in die Rassismusdebatte rein, weil er etwas sagt, was man heute schlicht nicht mehr sagen darf: "Ich habe darauf hinweisen wollen, dass es in unserer Gesellschaft einen weit verbreiteten, oft unterschwelligen Rassismus gibt." Dieses gesellschaftliche Problem dürfe man nicht totschweigen, sondern müsse es offen ansprechen, um es zu bekämpfen, erklärte der Minister. "Wer in meine Äußerung etwas anderes als dies hineinliest, versteht mich falsch."
Wie Gesinnungswächter und Gedankenpolizei über Katharina Reiche herfielen
Wenn diese Umerziehung erfolgreich ist, dann wird es hoffentlich nie mehr vorkommen, dass Politiker wie die Brandenburgerin Katharina Reiche solch unbotmäßigen Sätze sagen wie die folgenden: „Unsere Zukunft liegt in der Hand der Familien, nicht in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Neben der Euro-Krise ist die demographische Entwicklung die größte Bedrohung unseres Wohlstands.“
Diese beiden Sätze (geäußert im August 2012), gegen die nun wirklich überhaupt nichts einzuwenden ist, riefen sogleich die Gesinnungswächter auf den Plan. Axel Hochrein beispielsweise, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland, forderte die Parteivorsitzenden Horst Seehofer und Angela Merkel dazu auf, die „homosexuellenfeindlichen Ausfälle in ihren Parteien mit einem Machtwort zu stoppen“. Seit Tagen liefen Unionspolitiker „Amok“ und polemisierten in „unerträglicher Weise“ und einer Sprache, „die wir sonst nur von Rechtspopulisten und Rechtsextremen kennen“ (F.A.Z., 25.08.2012).
Da ist sie wieder, die moralische Selbstüberhöhung der Bescheuertheit. Hier gepaart mit dem Totschlagargument, mit dem die Gedankenpolizisten ihre Gegner mundtot machen wollen: „rechtsextrem“. Passend dazu tobte sich auf Frau Reiches Facebook-Seite tagelang der digitale Lynchmob aus: „Die NPD sucht noch ne Sekretärin". (Quelle: kpkrause.de)



