Die moderne, „wissenschaftlich anerkannte“ Schul-„Medizin“ ist am Ende. Wir müssen zurück zu den seit Jahrhunderten und Jahrtausenden bewährten natürlichen Heilweisen und Heilmethoden der Erfahrungs-Heilkunde. Die großen klassischen Medizin-Systeme der Menschheit sind die Klassische Indische, die Klassische Tibetische und die Traditionelle Chinesische Medizin, die Klassische Arabische Medizin, die Signaturen-Lehre und die Spagyrik, die Hildegard-Medizin, die Homöopathie und die Anthroposophische Medizin. Sie alle sind natürlich und empirisch, esoterisch und holistisch. (Die Medizin der Zukunft jedoch ist die Frequenz-Therapie.)
von Norbert Knobloch
Die Heilkunde der Heiligen Hildegard von Bingen
Die Hildegard-Medizin ist so benannt nach ihrer Begründerin, der Heiligen Hildegard von Bingen (1098 – 1179), und das umfassendste, vollständigste medizinische Werk des Abendlandes – gewaltiger noch als die Homöopathie und die Anthroposophische Medizin, vergleichbar vielleicht nur mit den drei asiatischen Medizin-Systemen, aber der modernen, „wissenschaftlich anerkannten“ Schul-„Medizin“ weit überlegen. Das mag daran liegen, daß Hildegard keine „Wissenschaftlerin“ oder „Forscherin“ im heutigen Sinne war, sondern eine Mystikerin, die über die außergewöhnliche Gabe intuitiver Schau verfügte. Seit ihrer frühen Kindheit bis zu ihrem Tode hatte sie Visionen, fiel aber nie in Ekstase. Laut eigenem Bekunden bekam die Äbtissin des von ihr gegründeten Benediktinerinnen-Klosters auf dem Rupertsberg bei Bingen am Rhein ihr gewaltiges Lebenswerk – eine geistes- und naturwissenschaftliche Literatur riesigen Umfangs und zeitlosen Inhalts – „von Gott offenbart“. Sie hatte keinerlei wissenschaftliche Ausbildung bekommen, selber kein Studium und keine Forschung betrieben, schrieb aber dennoch Werke der Philosophie, Theologie, Psycho-logie, Kosmologie, Naturkunde, Medizin und Künste, die wie aus einem Guß und heute noch gültig, teilweise nicht wieder erreicht sind. Außerdem war Hildegard noch Dichterin und Komponistin.
An ihrem ersten Buch Liber Scivias Domini („Das Buch »Wisse die Wege des Herrn«“), eine Glaubenskunde, schrieb sie zehn Jahre (1141 – 1151). Sieben Jahre (1151 – 1158) brauchte sie zur Niederschrift ihres zweibändigen naturkundlich-medizinischen Werkes Liber Subtilitatum Diversarum Naturarum Creaturarum („Das Buch über das Wesen der verschiedenen Geschöpfe der Natur“). Band I, das Liber Simplicis Medicinae oder auch Physica („Naturkunde“), stellt in neun Büchern und 513 Kapiteln den Ursprung, den Aufbau und die Eigenschaften der Elemente, Metalle, Mineralien, Pflanzen und Tiere dar; in 293 Kapiteln werden rund 500 Pflanzen in Monographien beschrieben. Band II, das Liber Compositae Medicinae oder Causae et Curae („Ursachen und Heil-Behandlungen der Krankheiten“), befaßt sich mit Gesundheit und Krankheit des Menschen und seiner Heilbehandlung (mit etwa 2000 Rezepten) sowie psychologischen und physiologischen Aspekten der Lebensführung. Daneben entstanden zwischen 1158 und 1161 u. a. noch eine Lebenskunde (Liber Vitae Meritorum [Das Buch vom verdienstvollen Leben“]) und zwischen 1161 und 1174 eine Kosmologie (Liber Divinorum Operum [„Das Buch von den Göttlichen Werken“]).
Hildegards Heilkunde, eigentlich eine Lebenskunde, ist holistisch (ganzheitlich), bezieht also den ganzen Menschen und seine Situation in die Betrachtung mit ein. Der Schwerpunkt liegt auf der Vorbeugung durch natürliche Ernährung und natürliche Lebensweise. Als entscheidend wird die Mäßigung, „die Mutter aller Tugenden“ (Benedict von Nursia [6. Jhdt.], Begründer des Benediktiner-Ordens), angesehen. Dazu zählen die Balance von Arbeit und Muße, Essen und Trinken, Anstrengung und Ruhe, Wachen und Schlafen sowie der Gemütsbewegungen (Emotionen). Ganz konkret empfahl Hildegard das Heilfasten. Elementare Grundlagen ihrer Lehre sind der Mensch als Teil des Ganzen (der Natur und der Schöpfung), die vier Elemente (Feuer, Luft, Wasser, Erde), die Lebensenergie der göttlichen Liebe oder „Grünkraft“ (Viriditas) und die geistig-seelische Komponente (Subtilitas), die allen Lebewesen innewohnt und aus ihnen ausstrahlt.
Siehe auch die Beiträge des Verfassers vom 19. 11. 2011 „Homöopathie – die Heilmethode der Wahl“, www.mmnews.de/index.php/i-news/8896-homoeopathie-die-heilmethode-der-wahl, und vom 05. 02. 2012 „Ayurveda“, www.mmnews.de/index.php/i-news/9404-ayurveda
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