In Venezuela halten sich heute hartnäckige Gerüchte über den Tod von Staatschef Hugo Chavez. Todesursache: Krebs. Vizepräsident Nicolas Maduro dementiert allerdings, dass Chavez seiner Krebserkrankung erlegen sei.
Ist Venezuelas Staatschef tot? Gerüchte aus der Hauptstadt Caracas besagen, dass Staatschef Hugo Chavez gestorben sei. Die Todesursache sei die Krebserkrankung, welche im vergangenen Jahr vergeblich behandelt wurde. Im Rahmen der medizinischen Behandlung hatte sich der Gesundheitszustand des venezuelanischen Staatschefs erst recht verschlimmert.
Informationsminister Ernesto Villegas erklärte noch am Montagabend in Caracas, das Immunsystem von Chávez sei so geschwächt, dass eine neue schwere Infektion aufgetreten sei. Die Erkrankung der Atemwege habe sich noch einmal verschärft. "Er kämpft um sein Leben. Ihm sind die Probleme bewusst und er hält sich strikt an die Vorgaben seines Medizinteams. Christus ist bei ihm", so Villegas weiter.
Das 58 Jahre alte Staatsoberhaupt hatte sich zuletzt einer intensiven Chemotherapie unterzogen. Chávez hatte am 11. Dezember in Kuba seine vierte Krebsbehandlung innerhalb von eineinhalb Jahren durchgemacht. Seitdem wurden lediglich einige Fotos von ihm in einem Krankenhausbett veröffentlicht, die offenbar noch auf Kuba entstanden waren. Öffentlich hat er sich sich seit Monaten nicht gezeigt.
Unterschrift von Hugo Chávez
Wikipedia: Hugo Rafael Chávez Frías ['uɣo rafa'el 'tʃaβeθ 'fɾias] (* 28. Juli 1954 in Sabaneta, Bundesstaat Barinas, Venezuela) ist ein venezolanischer Offizier, Politiker und seit 1999 Staatspräsident von Venezuela. Bei den drei folgenden Wahlen 2000, 2006 und 2012 wurde er jeweils wiedergewählt. Mit seiner Programmatik beruft sich Chávez auf sein Vorbild Simón Bolívar und dessen Einsatz für ein vereintes Südamerika, woran er mit seiner Bolivarischen Revolution unter Integration sozialistischer und marxistischer Ideen anschloss.
Der frühere Oberstleutnant gründete Anfang der 1980er Jahre die Untergrundbewegung Movimiento Bolivariano Revolucionario 200. Aufgrund eines misslungenen Putschversuchs wurde Chávez landesweit bekannt und zwei Jahre inhaftiert. Nach der Gründung der Partei Movimiento Quinta República gelang es ihm 1998, die Präsidentschaftswahlen zu gewinnen.



