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MDR zockt Zwangsgebühr

Mit Rundfunkgebühren lässt sich gut spekulieren: Der MDR zockt mit den TV-Zwangsgebühren hochspekulativ an den Finanzmärkten herum. - RBB beklagt Politikeinmischung.

 

Der Sächsische Rechnungshof hat Geldgeschäfte des MDR kritisiert. So heißt es in einem Prüfbericht, dass man "variabel verzinsliche Papiere" wegen des Zinsrisikos als "Anlageform für Rundfunkgebühren kritisch" sehe - berichtet der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe. Auch "Floating Rate Notes" seien risikobehaftet, im Prüfzeitraum unter lagen die Zinsen massiven Schwankungen.

 

Künftig solle der Sender auch den "Verkauf von Calls auf Aktien" unterlassen. Die Behörde schließt nicht aus, dass auch Investmentzertifikate gegen die Rating-Vorgaben des MDR verstoßen haben. Ein Sendersprecher verweist darauf, dass die Prüfer dem MDR insgesamt eine "erfolgreiche Finanzanlagepolitik bescheinigt" hätten. So habe der Rechnungshof positiv vermerkt, dass die Anstalt "auch während der Finanzkrise keine Buchwertberichtigungen" vornehmen musste.

Der MDR halte die Risikobewertung des Rechnungshofes für variable verzinsliche Papiere "für nicht zutreffend". Auch habe man nicht gegen eigene Rating-Vorgaben verstoßen. Trotzdem wolle man die Anmerkungen aufgreifen.


RBB: Politik Einmischung

Brandenburgs Regierungssprecher Thomas Braune hat sich im Mai vergangenen Jahres über das Vorgehen eines RBB-Redakteurs bei RBB-Chefredakteur Christoph Singelnstein beschwert. Der Redakteur hatte Ministerpräsident Matthias Platzeck wegen des Flughafen-Desasters befragen wollen, am Rande eines öffentlichen Termins zu einem anderen Thema. Platzeck reagierte ungehalten auf die Frage, während die Kamera schon lief.

In den frühen Regionalnachrichten sahen die Bürger einen patzigen Platzeck. Nach Braunes Intervention wurde der Beitrag umgeschnitten, in der späteren Berichterstattung fehlte das Gemurre des Ministerpräsidenten. Singelnstein bestätigte den Vorgang und sprach in diesem Zusammenhang von einer "Überfall-Situation" in der sich Platzeck befunden haben.

Wie der Sprecher des RBB-Redakteursausschusses, Lutz Oehmichen, gegenüber dem SPIEGEL erklärte, habe es auch andere Einmischungsversuche der Politik gegeben. "Solche Fälle" hätten RBB-Kollegen an das Gremium herangetragen, das über die innere Pressefreiheit wachen soll. Man versuche, bei "Konflikten dieser Art innerhalb des Hauses" zu vermitteln.

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