Die amerikanische Aufsichtsbehörde CFTC prüft, ob die Preise von Gold und Silber manipuliert wurden. Offizielle Ermittlungen soll es bisher nicht geben und die Regulierer selbst hüllen sich in Schweigen.
Nach Informationen des Wall Street Journal überprüft die amerikanische Aufsichtsbehörde CFTC, ob neben dem LIBOR auch die Preise von Gold und Silber manipuliert wurden. Offizielle Ermittlungen soll es bisher nicht geben und die Regulierer selbst hüllen sich in Schweigen.
Äußerungen des CFTC-Bevollmächtigte Bart Clinton in einer Diskussionsrunde Ende Februar machen aber hellhörig: „Die Vorstellung, dass die Manipulation oder die versuchte Manipulation [von Zinssätzen] so verbreitet ist, sollte uns alle an der Richtigkeit anderer Schlüsselgrößen zweifeln lassen", hatte Clinton damals gesagt. Zieht man noch dazu in Betracht, dass die CFTC bereits 2008 wegen möglicher Manipulationen am Silbermarkt ermittelte und diese Untersuchung bis heute nie offiziell für beendet erklärt wurde, lässt sich ein neues Gefahrenpotenzial für die Banken nicht von der Hand weisen.
Allein amerikanische Geschäftsbanken hatten Ende September 2012 Edelmetallkontrakte im Wert von 198 Milliarden Dollar ausstehen, wie Daten des Office of the Comptroller of the Currency, einer unabhängige Aufsichtsbehörde innerhalb des US-Finanzministeriums, zeigen.
Am Fixing des Goldpreises in London sind fünf Banken beteiligt: Barclays, Deutsche Bank, HSBC, Bank of Nova Scotia und Société Générale . Die Silberpreise legen Bank of Nova Scotia, Deutsche Bank und HSBC fest.



