AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

EZB: Neue Gelddruckorgie?

EZB-Präsident Draghi sandte im Rahmen der üblichen Pressekonferenz Signale aus, dass die EZB durchaus bereit ist, Korrekturen an ihrer Geldpolitik vorzunehmen. Und dies könnte ggf. schon sehr bald geschehen.


 
von Postbank Research
 
Der Rat der Europäischen Zentralbank hat auf seiner heutigen Sitzung seinen geldpolitischen Kurs bestätigt. Der Hauptrefinanzierungssatz blieb auf dem Rekordtief von 0,75%, der Einlagenzinssatz bei 0,0%. Auch hinsichtlich der bestehenden unkonventionellen Maßnahmen gab es keine Änderungen. Ebensowenig wurde über die Einführung neuer Instrumente entschieden.
 
Allerdings sandte EZB-Präsident Draghi im Rahmen der üblichen Pressekonferenz Signale aus, dass die EZB durchaus bereit ist, Korrekturen an ihrer Geldpolitik vorzunehmen. Und dies könnte ggf. schon sehr bald geschehen. So führte Draghi in seinem Statement aus, dass der EZB-Rat in den kommenden Wochen alle eingehenden Informationen zu wirtschaftlichen und monetären Entwicklungen sehr eng beobachten und deren Einfluss auf den Ausblick für die Preisstabilität bewerten wird. Außergewöhnlich ist an dieser Aussage vor allem die Formulierung "in den kommenden Wochen", was wir dahingehend interpretieren, dass die EZB Gewehr bei Fuß steht, um auf unerwünschte Entwicklungen zu reagieren. Die Formulierung "sehr eng beobachten" wurde dagegen in der Vergangenheit schon öfter verwendet und diente dabei in der Regel der Vorbereitung einer Zinsänderung, zumeist einer Zinserhöhung. Von einer solchen sind wir aber derzeit aufgrund des schwachen wirtschaftlichen Umfeldes und der sinkenden Inflationsrate meilenweit entfernt. Zudem deuten die Ausführungen des EZB-Präsidenten darauf hin, dass sich der EZB-Rat aktuell eher Sorgen über eine zu stark sinkende als eine zu stark steigende Preissteigerungsrate macht. So sieht die EZB die Risiken für ihren Inflationsausblick zwar als weitgehend ausgeglichen an. Hinsichtlich des wirtschaftlichen Ausblicks überwiegen aber die Abwärtsrisiken, was aber dann wiederum Abwärtsrisiken für die Preisentwicklung nach sich ziehen würde.
 
Die heute verwendeten Formulierungen weisen unseres Erachtens auf eine hohe Bereitschaft der EZB hin, ihre Geldpolitik noch expansiver zu gestalten. Auslöser könnten dabei alle Entwicklungen sein, die den Inflationsausblick nach unten verschieben, also vor allem ein weiterer unerwarteter Rückgang der Inflationsrate selbst, schwache Konjunkturdaten, eine spürbare Aufwertung des Euro oder eine Verschärfung der Staatsschuldenkrise. Ggf. halten wir es sogar für möglich, dass die EZB schon auf ihrer Mai-Sitzung eine nochmalige Absenkung des Hauptrefinanzierungssatzes auf dann 0,5% beschließen wird. Eine weitere Reduzierung des Einlagenzinssatzes, die diesen dann in den negativen Bereich drücken würde, erwarten wir dagegen weiterhin nicht.
 
Perspektivisch ist darüber hinaus auch eine weitere Ausdehnung des EZB-Instrumentariums nicht ausgeschlossen. Draghi zeigte sich in der Frage-Antwort-Runde der Pressekonferenz sehr besorgt, dass die expansive Geldpolitik in Teilen des Euroraums nicht bei den kleinen und mittleren Unternehmen ankommt. Die EZB macht sich wohl intensive Gedanken, wie sie hier unterstützend eingreifen könnte. Dabei musste Draghi aber einräumen, dass die EZB große Probleme mit einem Ankauf von Forderungen hätte und Maßnahmen der EZB zur Erleichterung des Kreditzugangs wohl auch begleitende Maßnahmen anderer Stellen erfordern würden. Was damit gemeint sein könnte (z.B. Garantien der Staaten, Beteiligung der EIB an den Krediten o.a.) ließ er aber vollkommen offen. Augenscheinlich ist hier aber eine intensive Diskussion im Gange, an der wohl andere Institutionen beteiligt werden müssten, sofern sie es noch nicht sind. Damit dürften eventuelle Entscheidungen in dieser Angelegenheit eher ein Thema für den späteren Jahresverlauf sein als für die kommenden Monate.
Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

DEXWEB - We Pursue Visions

 

Aktuelle Presse

In der Mittwochs-Ausspielung von "6 aus 49" des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Mittwochabend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 9, 11, 25, 35, 37, 44, die Superzahl ist die 3. Der Gewinnzahlenblock [ ... ]

Sahra Wagenknecht hält die geplante Abschaffung der täglichen Höchstarbeitszeit für einen Fehler. "Das Schleifen des Acht-Stunden-Tages ist eine Kampfansage an alle Arbeitnehmer und [ ... ]

Der Deutsche Mieterbund (DMB) begrüßt das Urteil des Bundesgerichtshofs, nach dem Mieter ihre Wohnung nicht gewinnbringend untervermieten dürfen. "Der Bundesgerichtshof hat heute unmissverständlich [ ... ]

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hält nichts davon, die Abschaffung der Minijobs in den Fokus der Arbeitsdebatte zu stellen. "Es gibt sehr viele Menschen, die machen einen Minijob, weil sie [ ... ]

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Mittwoch den rumänischen Premierminister Ilie Bolojan in Berlin empfangen und mit ihm eine engere Zusammenarbeit im Rüstungsbereich vereinbart.

"Parallel [ ... ]

Experte erwartet

Chinas Wirtschaft ist 2025 laut offiziellen Zahlen zwar um fünf Prozent gewachsen, doch Experten warnen vor trügerischer Stabilität. Jörg Wuttke, langjähriger Chef der Europäischen [ ... ]

Insgesamt 629 Bürger haben im vergangenen Jahr Geld auf das Schuldentilgungskonto des Bundes überwiesen. Insgesamt kamen so 123.107,69 Euro zusammen, rund 49.000 Euro mehr als im Vorjahr, berichtet [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.