Die Begrenzung von Flatrates ist das Ende des freien Internets. Die Behauptung, dass Leitungen überlastet seien, ist eine Lüge. Macht das Vorgehen der Telekom Schule, kommt dies einer Zensur des Internets gleich. - Telekom wird zu Drosselkom.
von Michael Mross
Die Deutsche Telekom will den Datenfluss im Internet kontrollieren und einschränken. Dies ist ein einmaliger Vorgang in der jüngeren deutschen Kommunikationsgeschichte. Der ehemalige Staatskonzern operiert dabei mit dreisten Lügen und schreckt auch vor dummen Täuschungsmanövern nicht zurück: Angeblich würde die Leitungen dem steigenden Internetverkehr nicht standhalten. Der Traffic würde angeblich immer höhere Kosten verursachen.
Dies ist nichts anderes als Betrug: Die Telekom zahlt als Platzhirsch praktisch gar nichts für den Internetverkehr. Selbst wenn sich der Traffic verzehnfachen sollte, ist dies nur mit relativ geringen Mehrkosten verbunden. Den Kunden aber wird etwas anderes erzählt.
Der kleine Widerspruch, dass die datenintensiven Telekom-HD-TV Kanäle von den Restriktionen ausgenommen sind, nehmen Strategen in Bonn wohl in Kauf. Im Klartext bedeutet dies: Die Kunden werden für dumm verkauft. Die Aktion dient einzig der Zensur: Youtube & Co. wackeln in Zukunft oder laufen gar nicht mehr, während die Mainstream-Gülle in HD unbeschadet über die Monitore flimmert.
Ins Informations-Mittelalter gebombt
Aber nicht nur der freie Fluss von Informationen ist in akuter Gefahr. Die Datendrosselung der Telekom gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland. Nur der ungehinderte und schnelle Austausch von Daten garantiert im Informationszeitalter wirtschaftliche Dynamik. Nicht umsonst werden in Korea und Japan 1-Gigabit-Anschlüsse für wenig Geld verkauft - ohne jegliche Datenbeschränkung. Dies sollte Vorbild für Deutschland sein. Doch mit dem Vorgehen der Deutschen Telekom wird Deutschland zurück ins Informations-Mittelalter gebombt.
Was nutzt ein immer schnelleres Internet, wenn es am Ende von Bürokraten künstlich gedrosselt wird? Noch schlimmer: Worauf soll es hinauslaufen, wenn nur noch bestimmte Inhalte schnell erhältlich sind und andere nur noch langsam oder vielleicht auch gar nicht mehr?
Die "Netzneutralität" ist oberste Gebot im Informationszeitalter. Kein Provider darf bestimmte Inhalte bevorzugen, andere benachteiligen. Aber genau das will die Telekom. Heute sind noch 75 GB frei, morgen vielleicht nur noch 1 GB? Oder noch krassere Vision: Werden in Zukunft nur noch genehme oder bezahlte Inhalte "durchgelassen"? Will die Telekom zurück ins BTX-Zeitalter?
Das Vorgehen der Deutschen Telekom ist ein ungeheuerer Affront nicht nur gegen die Freiheit des Internets, sondern gegen die Freiheit selbst. Es ist deshalb notwendig, mit aller Härte gegen diese Ansinnen vorzugehen. Nutzen wir die noch "freien Märkte". Strafen wir die Telekom-Bonzen ab, in dem wir auf alle Produkte des Konzerns verzichten und Verträge kündigen.
Boykott Deutsche Telekom:
- Keine neue Verträge mehr mit der Telekom abschließen.
- Alle Altverträge kündigen.
- Telefonverträge kündigen.
- Handy-Verträge kündigen.
- Kauft nicht mehr bei der Telekom: nutzt die Konkurrenz!
- Ruft bei den Service-Hotlines an und beschwert euch.
- Schickt Beschwerdebriefe direkt an den Vorstand.
Sonstiges:
- Alle Telekom-Aktien verkaufen.
- Shortgehen in Telekom (agressive Leerverkäufe)
- Alle Telekom Anleihen verkaufen. (führt zu steigenden Zinsen)
- Demos organiseren!
- Umbenennung der Telekom in Drosselkom.
Mehr Infos: Der Telekom-Skandal - Pressespiegel



