Hoeneß stellt Strafanzeige. - Felix Baumgartner floh vor Steuerbehörden in die Schweiz – Diskussion um Uli Hoeneß „scheinheilig“.
FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat vergangene Woche Strafanzeige gegen Unbekannt wegen „Verletzung des Steuergeheimnisses“ bei der Staatsanwaltschaft München II gestellt. Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich sagte dem Nachrichtenmagazin FOCUS: „Wir haben die Anzeige an die zuständige Staatsanwaltschaft München I abgegeben.“ Dort wird geprüft, ob ein offizielles Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.
Gegen Hoeneß wird seit Monaten wegen Steuerhinterziehung ermittelt.
Felix Baumgartner floh vor Steuerbehörden in die Schweiz – Diskussion um Uli Hoeneß „scheinheilig“
Stratosphären-Springer Felix Baumgartner ist vor den österreichischen Steuerbehörden in die Schweiz geflohen. „Das österreichische Finanzamt hat mir den Status als Leistungssportler aberkannt, was zu einer gigantischen Steuernachforderung geführt hat“, sagte der 44-jährige Österreicher in einem Interview des Nachrichtenmagazins FOCUS. „Binnen 14 Tagen war dann mein Haus gepfändet. Hätte ich zuvor nicht mein Geld beisammen gehalten, stünde ich jetzt ohne Existenz da. Es ist wirklich brutal, wenn man mal am eigenen Leib erfahren hat, wie schnell so was geht.“
Baumgartner ärgert die „Scheinheiligkeit“ der Diskussion um den Steuerfall des FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß: „Die meisten, die jetzt in den Talkshows über Hoeneß herfallen, haben wahrscheinlich selbst mal getrickst und wenn sie nur die Putzfrau schwarz beschäftigt haben oder den Fliesenleger.“ Hoeneß habe „ja nach eigenem Bekunden nicht mit krimineller Energie Geld am Staat vorbei ins Ausland geschleust, sondern er hat einfach nur gepokert und die Gewinne nicht ordnungsgemäß angegeben“, so Baumgartner. Tragisch sei, dass Hoeneß sich vorher so sehr als Saubermann hingestellt habe. „Da ist die Empörung natürlich umso größer. Es wird ja immer auf die Reichen geschimpft, aber die Reichen zahlen auch viel ein, das darf man nicht vergessen.“



