Die Schweizer Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf ist unter bestimmten Bedingungen bereit, Bankkundendaten mit ausländischen Steuerbehörden auszutauschen. Bedingung sei "dass die bedeutenden Finanzplätze der Welt an einem solchen Datenaustausch teilnehmen".
Die Schweizer Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf wäre unter bestimmten Bedingungen dazu bereit, Daten von Bankkunden mit ausländischen Steuerbehörden auszutauschen. Voraussetzung sei, "dass die bedeutenden Finanzplätze der Welt an einem solchen Datenaustausch teilnehmen", sagte Widmer-Schlumpf dem "Tages-Anzeiger". Zudem dürften "nicht nur die Namen von Personen, die das Konto eröffnet haben oder die als Eigentümer auf dem Papier stehen, ausgetauscht werden, sondern von allen Ländern auch die Namen der Personen, denen das Vermögen wirklich gehört, so etwa bei Trusts", so die Schweizer Finanzministerin weiter. Die G7-Finanzminister und Notenbankchefs hatten am Samstag einen automatischen Informationsaustausch über alle Arten von Kapitalerträgen beschlossen.
Widmer-Schlumpf hat sich zwar schon in der Vergangenheit bereiterklärt, über den automatischen Austausch von Bankdaten zu diskutieren, jedoch noch nicht in dieser Offenheit. In der Regierungskoalition besteht keine einheitliche Position in dieser Frage.
Insbesondere in den USA, Frankreich und Deutschland ist das Schweizer Bankgeheimnis in die Kritik geraten. 2009 stimmte das Land zwar zu, Bankdaten auf Anfrage zu übermitteln. Bis jetzt wird ein automatischer Austausch jedoch abgelehnt. Im vergangenen Monat hatten Luxemburg und Österreich einem solchen Austausch von Bankdaten ausländischer Kunden zugestimmt.



