Holznagel plädierte überdies dafür, die Strukturen des Ministeriums und die Überwachung der Rüstungsprojekte zu reformieren. „Zwar ist es richtig, dass der Bundesrechnungshof schnell und unverzüglich eingebunden werden muss, aber es sind weitere unabhängige und zeitnahe Kontrollmechanismen zu schaffen“, forderte der Steuerzahlerbund-Chef. Diese müssten schon in die Planung eingebaut werden, denn oftmals kämen die externen Rechnungsprüfer zu spät. „Der Bundesverteidigungsminister hat einen Berg Aufgaben vor sich, der schnell, gewissenhaft und transparent erledigt werden muss.“ Bis zur Bundestagswahl am 22. September habe er dazu Zeit. „Danach entscheiden die Wähler, ob Thomas de Maizière weiter machen soll.“
Vom Minister erwartet Holznagel, dass er am heutigen Mittwoch dem Parlament und der Öffentlichkeit deutlich macht, dass er und das gesamte Ministerium an einer „schonungslosen Aufklärung“ arbeiteten. „Dabei sind die Entscheidungsstrukturen und die personellen Zuständigkeiten für die teuren Rüstungsprojekte offenzulegen.“ Alleine die Tatsache, dass fünf Minister den Euro Hawk begleitet hätten, mache diesen Punkt schwer, aber umso notwendiger.



