In Syrien bahnt sich ein Stellvertreterkrieg gegen den Iran an. Obama ist nun „überzeugt“, dass Assad chemische Waffen eingesetzt hat. Eine Eskalation in Syrien über dessen Grenzen hinaus ist nun sehr leicht möglich.
In Syrien bahnt sich ein Stellvertreterkrieg gegen den Iran an. Obama ist nun „überzeugt“, dass Assad chemische Waffen eingesetzt hat, obwohl neutrale Beobachter dies den radikalen ausländischen Islammisten, die auf Seiten der zersplitterten Opposition kämpfen, unterstellen.
Denn: Inzwischen sind die bislang relativ unüberschaubaren Fronten geklärt.
- Auf der einen Seite das Assad-Regime, welches von der libanesischen Hisbollah (Schiiten) unterstützt wird. Diese erhalten vor allem Unterstützung mit Waffen aus Russland.
- Auf der anderen Seite gibt es die Opposition, die stark zersplittert ist. Jedoch befinden sich darunter viele Al-Kaida-Kämpfer und extrem radikale sunnitische Islammisten und Salafisten.
Diese wollen aus Syrien einen Gottesstaat nach Saudischem Vorbild errichten. Bislang garantiert das Assad-Regime jedoch Christen und anderen Minderheiten weitgehend religiöse Freiheit.
Seit gestern ist jedoch klar, dass die Amerikaner diese Opposition mit Waffen unterstützen wird und sich damit auf die Seite ihrer Saudischen (Öl)Freunde stellt.
Eine Eskalation in Syrien über dessen Grenzen hinaus ist nun sehr leicht möglich. Insbesondere wenn im Iran (wie zu erwarten) einer der drei Hardliner als Nachfolger von Ahmadinedschad gewählt wird. Von vier Kandidaten, gelten drei als linientreu und werden die Atompolitik fortsetzen.
Dies wiederum könnte den Ölpreis in den nächsten Wochen antreiben. Charttechnisch steht dieser heute bereits vor dem Ausbruch. Ein steigender Ölpreis dürfte sich jedoch auch nicht besonders stimulierend für die Weltwirtschaft auswirken.



