Seit Jahren kennt die Aktie der Commerzbank nur einen Weg: den nach unten. Umgerechnet notiert das Papier nun bei 75 Cent. Zur Erinnerung: 2007 stand noch über 30 Euro pro Aktie auf dem Kurszettel.
Wie geht es weiter mit der Commerzbank? Auch nach der Kapitalzusammenlegung und anschließender Erhöhung kennt die Akte nur einen Weg: den nach unten. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: derzeit sieht es so aus, als wenn die Reise weiter in Richtung Süden geht. Gar nicht auszudenken, wenn sich die Euro-Krise wieder zuspitzt. Denn in den letzten Jahren hat sich die Commerzbank als wahrens Krisenbarometer erwiesen: gehts dem Euro schlecht, gings der Coba schlechter.
Um so erstaunlicher, dass jetzt, wo relative Ruhe herrscht und der Euro sogar leicht steigt, die Commerzbank nicht mit nach oben zieht. Dies ist ein schlechtes Zeichen. Insider vermuten, dass im Bilanzkeller der Bank noch einige Leichen versteckt sind. Deshalb kommt auch der Kurs nicht hoch.
Am Bestand der PIGS-Anleihen, welche die Bank über die Eurohypo im Bestand hat, kann es jedenfalls nicht liegen: Griechenlandbonds sind dieses Jahr beispielsweise 300% gestiegen. Starke Kursgewinne verzeichneten auch Italien- und Spanienbonds.
Was also sind die internen Gründe für den anhaltenden Kurssturz? Droht ein Untergang durch die Schiffsfinanzierung? Wackelt die Immobilien-Abteilung?
Ein Kurs sagt bekanntlich mehr als Tausend Worte. Wie drastisch der Kursverfall ausfällt zeigt ein Blick ins Jahr 2007. Damals notierte eine Commerzbank-Aktie bei 30,61 Euro! Ein krasser Unterschied zu den Cent-Beträgen zu welchen heute eine Aktie an der Börse über den Tresen geht.
So bleibt nur die Vermutung, dass bei der Commerzbank noch nicht alle Karten auf dem Tisch liegen. Der Kursverlauf jedenfalls deutet auf großes Ungemach in der Zukunft hin.



