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Lage ausser Kontrolle

Die Nervosität ist heute auf allen Finanzmärkten deutlich spürbar; dort heißt die Frage nicht mehr, welche Kursrekorde bald gebrochen werden, sondern wie man noch vor dem Zusammenbruch seine Schäfchen ins Trockene bringen kann.
 
 
Eine Analyse von GEAB
 
Die Illusionen, denen sich die letzten Optimisten noch hingegeben haben, lösen sich nun auf. Wir haben die traurige Bilanz der Weltwirtschaft in den vorhergehenden Ausgaben des GEAB gezogen. Die Lage hat sich seitdem noch verschlimmert. In China bestätigt sich, dass das Wachstum deutlich geringer ausfällt als die Welt es gewohnt ist; gleiches gilt für Australien; die Währungen der Schwellenländer sind im Sinkflug; die Zinsen für Staatsanleihen steigen; die Arbeitseinkommen in Großbritannien sinken weiter); Unruhen brechen in der Türkei aus; und selbst im beschaulichen Schweden brennen die Straßen; die Eurozone ist weiter in der Rezession und die Nachrichten, die uns aus den USA erreichen sind auch nicht gerade aufbauend, usw.

Die Nervosität ist heute auf allen Finanzmärkten deutlich spürbar; dort heißt die Frage nicht mehr, welche Kursrekorde bald gebrochen werden, sondern wie man noch vor dem Zusammenbruch seine Schäfchen ins Trockene bringen kann. In nur drei Wochen ist der japanische Aktienindex Nikkei um mehr als 20% eingebrochen; an drei Handelstagen brach der Kurs um mehr als 5% ein. Die Krisenfolgen ziehen inzwischen auch die „Standard“- Indikatoren der Wirtschaft wie die Aktienmärkte, die Zinssätze, die Wechselkurse usw. in Mitleidenschaft. In diesen Bereichen bestimmen die Zentralbanken was geschieht, dort konnten sie nach Belieben die Realitäten manipulieren, wie wir schon häufig erläutert haben.

In Japan wurde diese Lage durch das in seinem Umfang absurde Programm der quantitativen Lockerung, das die japanische Zentralbank aufgelegt hatte, verursacht. Wegen des Kursrückgangs des Yen sind die Preise für Importwaren (insbesondere Öl) massiv angestiegen. Die Schwankungen der Aktienpreise und des Yenwechselkurs destabilisieren die globalen Finanzmärkte. Aber das Programm der japanischen Zentralbank ist so jung, dass sich dessen Folgen noch nicht so bemerkbar gemacht haben wie die des quantitative easing der Fed. Es ist die Fed, die ganz überwiegend verantwortlich ist, dass sich weltweit so viele Blasen bilden konnten: Immobilienmarkt in den USA, Rekordaktienkurse, Blasenbildung und Destabilisierung in den Schwellenländern usw. Auch wegen der Fed hat die virtuelle Wirtschaft der Finanzmärkte wieder den Turbo eingeschaltet, statt die notwendigen Berichtigungen und Abschreibungen der Scheinwerte vorzunehmen. Dieselben Methoden verursachen dieselben Wirkungen: Die sich erneut ausbreitende Schweinwirtschaft wird uns nach gerade einmal fünf Jahren in die zweite Krise führen – und wieder einmal sind die USA die Auslöser. Die Zentralbanken konnten nicht auf Dauer die labile Weltwirtschaft im Gleichgewicht halten, nun verlieren sie die Kontrolle.

Dank einer massiven Medienkampagne schien der amerikanisch- britisch- japanischen Methode der Geldlockerung (welche wunderbarer Euphemismus) Erfolg beschieden zu sein und wurde als Gegenmodell zur euroländischen Austeritätspolitik gepriesen; seit einigen Wochen haben die Herolde der Finanzialisierung der Wirtschaft größere Schwierigkeiten, die Realität als ihren Sieg zu verkaufen. Der IWF, in Panik wegen der globalen Auswirkungen der schrumpfenden europäischen Wirtschaft, weiß nicht mehr, wie er die Europäer dazu bringen könnte, weiterhin Geld auszugeben und die Defizite anschwellen zu lassen. Gerade, wenn die Wirtschaft schwächelt, muss der Eindruck erweckt werden, dass alles zum Besten stünde, um die Verbraucher zum Kaufen und die Investoren zum Investieren zu verleiten, und alles nur auf Kredit. Aber Europa spielt bei dieser Farce nicht mehr mit.

Aber die verheerenden Auswirkungen der Politiken der japanischen, amerikanischen und britischen Zentralbanken zerstören nunmehr die Argumentation (oder vielmehr die Propaganda) vom Erfolg der „Alternativmethode“, die angeblich doch den Aufschwung in Japan und USA bringen sollte; dass dies in Großbritannien gelingen könnte, wagten noch nicht einmal die Ideologen des QE zu behaupten.

Die zweite Krise, die nun vor dem Ausbruch steht, hätte vermieden werden können, wenn die Welt rechtzeitig zur Kenntnis genommen hätte, dass die USA strukturell nicht in der Lage sind, sich zu ändern und deshalb nur die Methoden anwenden konnten, die schon zur Krise von 2008 führten. Wie die „too big to fail“- und damit verantwortungslosen Banken 2009 unter Aufsicht hätten gestellt werden müssen, so hätte dies auch mit den strukturell unverantwortlichen Länder geschehen müssen, wie LEAP schon in der 28. Ausgabe des GEAB vom Oktober 2008 vorschlug. Leider haben sich die Institutionen der globalen Governance als vollkommen handlungsunfähig und ohnmächtig bei der Bekämpfung der Krise herausgestellt. Nur regionale Zusammenarbeit war möglich; die internationalen Zusammenarbeitsformen blieben nutzlos, jedem blieb nur übrig zu versuchen, die Probleme auf sich allein gestellt zu regeln.

Die zweite wichtige Reform, die LEAP/E2020 2009 empfahl, betraf die grundlegende Reform des internationalen Währungssystems. In 40 Jahren amerikanischer Außenhandelsdefizite und Wechselkursschwankungen war der Dollar als Basis des internationalen Währungssystems das Vehikel, das jedes amerikanische Problem weit in die Welt hinaus verfrachtete. Diese brüchige Basis ist heute der Knackpunkt der globalen Probleme. Früher hieß es, wenn die US- Wirtschaft unter einem Schnupfen leide, erkranke die Weltwirtschaft an Lungenentzündung. Heute leidet die USA nicht an einer Erkältung, sondern an der Beulenpest, und auf dem Dollar werden die Krankheitserreger in die Welt getragen. Weil die Welt 2009 nicht in der Lage war, das internationale Währungssystem zu reformieren, wird nun die zweite Krise ausbrechen. Mit ihr öffnet sich ein zweites „window of opportunity“ für eine solche Reform auf dem G20- Treffen im September; man müsste sich eigentlich wünschen, dass die Krise vor diesem Datum mit aller Macht ausbricht, um endlich den Weg zu einem Beschluss frei zu machen. Ansonsten dürfte der Gipfel zu früh sein, als dass möglich wäre, alle zu einer Zustimmung zu einer solchen Reform zu bewegen.
 
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