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K+S: Keine Panik

K+S-Chef schließt Abstieg aus dem Dax nicht aus. Steiner bezifferte die Börsenwert-Verluste aufgrund der Ankündigung auf global „rund 15 Milliarden Euro“. Über die Motive des Schrittes von Uralkali wolle er „nicht spekulieren“.

 

Beim Düngemittelkonzern K+S (Kali und Salz) in Kassel gibt man sich trotz der Turbulenzen am globalen Kali-Markt und des Kursabsturzes weiterhin gelassen. „Ich bin weit weg von jeder Panik“, sagte Norbert Steiner, Vorstandschef des Dax-Wertes, der „Welt“. „Wir arbeiten ruhig und strukturiert an den Aufgaben, die sich stellen“, so Steiner. Die Kündigung der russisch-weißrussischen Kali-Allianz durch den russischen Konzern Uralkali hatte für ein Erdbeben im globalen Düngemittel-Markt gesorgt, weil Uralkali-Chef Baumgertner im Zusammenhang mit der Aktion fallende Abgabepreise angekündigt hatte. Daraufhin stürzten die Kurse der Kali-Produzenten weltweit, K+S verlor innerhalb weniger Tage zeitweise fast 40 Prozent seines Börsenwertes.

Steiner bezifferte die Börsenwert-Verluste aufgrund der Ankündigung auf global „rund 15 Milliarden Euro“. Über die Motive des Schrittes von Uralkali wolle er „nicht spekulieren“. Er ergäbe „ökonomisch keinen Sinn. Insgesamt war es schon heute ein teurer Schritt für Uralkali“, so Steiner. 

Steiner relativierte die aktuelle Marktsituation in der „Welt“: „Es ist bisher bei Ankündigungen von Uralkali geblieben. Noch hat sich am Markt bei den Preisen nichts verändert“. Er verwies darauf, dass K+S neben dem Kali-Geschäft auch noch die Salz-Sparte betreibt: „Das macht uns robuster gegenüber einen Kali-Produzenten“.

Der jüngste Kurssturz allerdings erhöht die Gefahr, dass K+S im September zu den Absteigern aus der Börsenbundesliga Dax gehören könnte. „Nach der Kursentwicklung der vergangenen  Tage ist es tatsächlich nicht ganz ausgeschlossen, dass wir den Dax verlassen müssen. Aber das ist nichts, woran ich jede Minute denke, weil das keinen Einfluss auf das operative Geschäft hat“, so Steiner in der „Welt“.

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