ThyssenKrupp fürchtet wegen EU um europäisches Stahlgeschäft. „könnte ein Umfeld entstehen, das es uns nicht erlaubt, das Stahlgeschäft weiterzuführen“.
Vor einer in Brüssel anstehenden Entscheidung zur EEG-Umlage fürchtet das Industrieunternehmen ThyssenKrupp jetzt auch um sein europäisches Stahlgeschäft. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FOCUS unter Berufung auf Konzernkreise. Es „könnte ein Umfeld entstehen, das es uns nicht erlaubt, das Stahlgeschäft weiterzuführen“, zitiert FOCUS einen Manager. Sollte die EU die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verankerten Ausnahmeregelungen für energieintensive Betriebe kippen, müsste die europäische Stahlsparte des Konzerns nach FOCUS-Informationen jährlich 300 Millionen Euro entrichten. Ein Konzernmanager sagte zu FOCUS: „Das ist mehr als die Sparte zuletzt verdiente.“
Wie FOCUS weiter unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, will ThyssenKrupp die Eigenkapitalquote deutlich steigern. Aktuell macht das Eigenkapital nur noch acht Prozent der Bilanzsumme aus. Mittelfristig will der Konzern nach FOCUS-Informationen wieder eine Quote von 20 Prozent erreichen.
ThyssenKrupp erwägt laut FOCUS zudem, den Vorstand zu vergrößern. Aktuell besteht das oberste Führungsgremium des Konzerns lediglich aus drei Mitgliedern. Ein vierter Posten könnte Konzernkreisen zufolge für den Komplex gute Unternehmensführung (Compliance) hinzukommen, damit dem Vorstandsvorsitzenden Heinrich Hiesinger mehr Zeit für den Aufgabenbereich Innovationen bleibt.



