Ermittlungen gegen Deutsche Bank nehmen Fahrt auf. Im Verdacht stehen der ehemalige Vorstandsvorsitzende Josef Ackermann, die früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Rolf-Ernst Breuer und Clemens Börsig sowie der einstige Personalvorstand Tessen von Heydebreck.
Die Münchner Staatsanwaltschaft treibt ihre Ermittlungen gegen vier frühere Spitzenmanager der Deutschen Bank wegen versuchten Prozessbetrugs und Falschaussage voran. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) in ihrer Donnerstagsausgabe.
Die Strafverfolger haben nach Informationen der F.A.Z. zahlreiche Vorladungen verschickt, um in den kommenden Wochen ranghohe Mitarbeiter zu vernehmen. Im Verdacht stehen der ehemalige Vorstandsvorsitzende Josef Ackermann, die früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Rolf-Ernst Breuer und Clemens Börsig sowie der einstige Personalvorstand Tessen von Heydebreck.
Hintergrund der seit zwei Jahren laufenden Ermittlungen ist der Vorwurf, dass die gesamte frühere Führungsriege der Bank das Oberlandesgericht München angelogen hat – und dies zuvor auch noch untereinander verabredet hat. Die Frankfurter Konzernzentrale ist deshalb in den vergangenen beiden Jahren bereits zweimal durchsucht worden. Das Oberlandesgericht München hat in einem Zivilurteil die Aussagen von Ackermann, Breuer, Börsig und des jetzigen Ko-Vorstandschefs Jürgen Fitschen als „ersichtlich unwahr“ eingestuft.



