Der Kursverlauf der Betsson Aktie verlangte den Anlegern eine gewisse Nervenstärke ab. Von über 25 Euro zum Jahreswechsel rutschte das Papier auf 18,43 Euro im Laufe des Sommers, bevor eine leichte Erholung einsetzte.
Der Halbjahresbericht der schwedischen Holding konnte sich jedoch durchaus sehen lassen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode erreichte das Unternehmen im zweiten Quartal ein Plus von 18 Prozent. Die Veröffentlichung der Quartalszahlen ist letztendlich auch der Grund für die Trendumkehr des Aktienkurses. Die Betsson AB investiert als Holding in Unternehmen, die ihren Kunden Möglichkeiten für Sportwetten und Onlinegambling zur Verfügung stellen.
In Deutschland ist der Buchmacher noch relativ unbekannt, historisch bedingt sind die skandinavischen Länder Hautpeinnahmequelle. Eine Analyse des Anbieters durch das Fachportal sportwetten.org oder dem Sportwetten-Portal SportwetteBonus.net ergab, dass das Angebot der Schweden mit Registrierung in Malta durchschnittlich ist. Verwöhnte Kunden werden eine bessere Erreichbarkeit des Supports vermissen, die „Bürostunden“ sind eher übersichtlich gehalten. Gleiches gilt für die Wettquoten, die sich auch nur im Mittelfeld bewegen. Als positiv wurde in der Analyse bewertet, dass es möglich ist, Livestreams mit Smartphones und Tablets verfolgen zu können. Ebenfalls ein Pluspunkt in der Bewertung sind die Bonusmodalitäten.
Der Einzahlungsbonus in Höhe von 100 Prozent auf die Ersteinlage muss lediglich zehn Mal umgesetzt werden, um einen Auszahlungsanspruch zu erreichen. Es ist allerdings fraglich, ob die Bonusmodalitäten alleine ausschlaggebend für die Steigerung des Geschäftsergebnisses sind, oder ob das Cost Containment, das eigentlich den Erwartungen der Spieler zuwiderläuft, hier ebenfalls zu der Gewinnsteigerung führte. Der Aktienkurs ist die eine Seite der Medaille einer AG, die Kundenerwartungen die andere.



