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Deutschland im Dämmwahn

Schon jetzt müssen die deutschen Verbraucher Milliarden Euro zusätzlich durch gestiegene Stromkosten im Rahmen der Energiewende schultern. Ein anderes Prestigeprojekt der Klimapolitik, die energetische Gebäudesanierung, droht allerdings sogar Billionenkosten zu verursachen.

 

Von  Norman Hanert

Zumindest mangelnden Ehrgeiz kann man der Bundesregierung in ihrer Klimapolitik nicht vorwerfen. Bis zum Jahr 2050 soll der Kohlendioxid-Ausstoß der Gebäude in Deutschland um 80 Prozent sinken. Fast noch eindrucksvoller als das Ziel sind allerdings die erwarteten Kosten. Schätzungen gehen von 2,1 Billionen Euro aus, die durch die „energetische Sanierung von Immobilien“ bis zur Jahrhundertmitte verursacht werden.


Allein die Summe sollte Grund genug sein, das Vorhaben entgegen der immer noch weit verbreiteten Euphorie auch einmal mit kritischer Distanz zu sehen. Inzwischen wachsen nämlich auch in Fachkreisen die Zweifel an der flächendeckend um sich greifenden Dämmung von Gebäuden. Eine aktuelle Studie, die von der TU Darmstadt vorgelegt wurde, hält die energetische Gebäude-sanierung für weite Teile der Bevölkerung für unbezahlbar und sogar für „sozialen Sprengstoff“. Den vorgelegten Berechnungen zufolge ist monatlich mit zusätzlichen Wohnkosten von 260 Euro bei Einfamilienhäusern und 140 Euro bei Mietwohnungen zu rechnen. Je Quadratmeter wäre das eine Kostensteigerung von 1,69 Euro. Einsparungen durch geringere Heizkosten sind dabei schon berücksichtigt.


Nicht viel erfreulicher sieht die Rechnung aus, die der Deutsche Mieterbund (DMB) aufmacht. Bei einer Sanierung mit dem Ziel einer Energieeinsparung schlagen die Vermieter im Schnitt bis zu 22 Euro pro Quadratmeter auf die Jahresmiete auf. Umgerechnet auf den Monat steigt der Quadratmeterpreis damit um bis zu 1,83 Euro. Die durchschnittlichen Heizkosten haben 2011 allerdings nur 99 Cent pro Quadratmeter und Monat betragen. „Selbst wenn davon 50 Prozent nach der Sanierung eingespart werden, bleibt der Mieter auf 1,33 Euro im Monat sitzen“, so DMB-Geschäftsführer Ullrich Ropertz.


Sollte diese soziale Dimension des Vorhabens schon zu denken geben, lohnt es auch, die in Aussicht gestellten Einspar-Effekte zu hinterfragen. Daten von 200000 Häusern, die von Wissenschaftlern des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle ausgewertet wurden, förderten eine erstaunliche Erkenntnis zu Tage. Unsanierte Häuser verbrauchen sehr viel weniger Energie als allgemein unterstellt wird. Gerade bei klassischen Altbauten beträgt der Analyse zufolge die Ersparnis durch eine Wärmedämmung nur zehn bis 15 Prozent an Heizenergie.


Noch viel weiter geht der Architekt Konrad Fischer, der als einer der radikalsten Dämm-Kritiker gilt. Ihm zufolge verursacht eine Wärmedämmung sogar höhere Heizkosten. Eines der Hauptargumente Fischers: Eine gedämmte Fassade hat gegenüber massivem Mauerwerk ganz andere physikalische Eigenschaften. „Eine gedämmte Fassade kann die Sonnenwärme nicht aufnehmen wie etwa ein Ziegelstein, der sie speichert und in den Abend- und Nachtstunden langsam wieder abgibt.“ Eine weiterer Kritikpunkt: die geringe Haltbarkeit vieler Fassaden mit Wärmedämm-Verbundsystemen. Dokumentiert sind mittlerweile zahlreiche Fälle, in denen Fassadendämmungen im Laufe der Jahre zunehmend feucht werden, sich schwammartig sogar mit Feuchtigkeit vollsaugen. Die Folgen sind Algen- oder Pilzbefall bis hin zu massiven Bauschäden durch Schimmel – vor allem geht bei den feuchten Fassaden aber die Dämmeigenschaft verloren. „Ich schütze mich ja auch nicht mit einem nassen Pulli vor Kälte“, so der Dämm-Kritiker Konrad Fischer.


Kaum besser sieht es bei den gesundheitlichen Risiken aus, die von derart undichten und durchfeuchteten Fassaden ausgehen. Allzu viel Hoffnung, dass trotz solcher Befunde bei dem Thema Wärmdämmung etwas mehr Vernunft einkehrt, sollte man nicht haben, denn hinter dem in Deutschland ausgebrochenen Dämmwahn stehen handfeste wirtschaftliche Interessen. Den Mietern, denen droht, sich regelrecht „arm zu wohnen“, stehen zahlreiche Profiteure des in Deutschland ausgebrochenen Dämmfiebers gegenüber. Für Energieberater, Handwerker und Architekten hat sich die „energetische Gebäudesanierung“ längst zum willkommenen Konjunkturpaket entwickelt. Bisher wenig im Rampenlicht steht allerdings ein anderer Profiteur: die chemische Industrie. Unter der breiten Palette der Materialien, die sich für Wärmedämmung eignen, hat sich aus Kostengründen weitgehend der Dämmstoff Styropor durchgesetzt. Wenig erstaunlich, zählen die beiden Chemieriesen Bayer und BASF hinter den Kulissen zu den eifrigsten Lobbyisten, die sich unter dem Banner von „Klimaschutz“ und „Energieeffizienz“ für die flächendeckende Wärmedämmung stark machen.

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