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Euro-Bonds durch Hintertür

Das Euro-Politbüro begibt die erste Anleihe im Rahmen des dauerhaften Euro-Rettungsfonds ESM. Da Deutschland haftet, erwartet der Chef des "Euro-Rettungsfonds" eine hohe Nachfrage nach dieser ersten Anleihe. Mit diesem Schritt werden de facto Euro-Bonds geschaffen.


Klaus Regling rechnet damit, dass es für die erste Anleihe des dauerhaften Euro-Rettungsfonds ESM viele Investoren geben wird. Der Chef des ESM war in dieser Woche auf Werbetour, um Investoren von dem Bond zu überzeugen. Geplant ist eine Anleihe „mit mindestens drei Jahren Laufzeit über mehrere Milliarden Euro“, sagte Regling in einem Interview mit dem Handelsblatt (Freitagausgabe).

Die Anleihe werde in der nächsten Woche platziert und voraussichtlich etwas weniger Zinsen bieten als die Anleihen des vorläufigen Rettungsschirms EFSF. Regling begründete dies mit der Struktur des ESM, der von den 17 Euro Ländern getragen wird. Wichtig sei dass der dauerhafte Rettungsschirm über ein Kapital von 700 Milliarden Euro verfüge, aber maximal 500 Millionen Euro ausleihen könne. „Dieser Puffer macht die Anleihen des ESM noch sicherer als die es EFSF“, erklärte Regling. Dazu komme, dass der ESM bis April nächsten Jahres einen Kapitalstock von 80 Millionen Euro aufbauen werde. Auch das erhöhe die Sicherheit für Investoren.

Der ESM hat bislang Kredite über 46 Milliarden Euro vergeben. Sie gingen an Spanien, das damit seine Banken stützt und an Zypern. Neue Hilfskredite würden über den ESM vergeben und von ihm refinanziert werden. Der provisorische Rettungsschirm EFSF refinanziert die bislang zugesagten Kredite an Griechenland, Irland und Portugal über insgesamt 192 Milliarden Euro, von denen die letzten erst im Jahr 2046 fällig werden.
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