Für die deutsche Exportwirtschaft bietet der Infrastruktur-Boom große Chancen, so die St! udien-Autoren, schließlich machen die entsprechenden Produkte bereits rund die Hälfte der deutschen Ausfuhren aus. „Die Rohprodukte für neue Infrastruktur – wenn es etwa um Straßenteer und Eisenbahnschienen geht – können die Schwellenländer zwar längst selber herstellen“, sagt Martin Vetter-Diez von HSBC Deutschland. Doch die dazu gehörige Technik komme oft aus Deutschland: Kläranlagen für die Wasserversorgung, Signaltechnik für neue Zugstrecken oder auch Rolltreppensysteme für die vielen neu geplanten Flughäfen. Der Anteil der Infrastruktur-Produkte an den Gesamtexporten dürfte demnach auch in Deutschland deutlich steigen.
Insgesamt rechnet Oxford Economics damit, dass die deutschen Ausfuhren bis 2015 eher schwach zulegen werden – auch wenn die Exportwirtschaft derzeit wieder deutlich optimistischer in die Zukunft blickt als noch im Frühjahr, wie eine HSBC-Umfrage unter knapp 6000 deutschen Unternehmen zeigt. Ab dem Jahr 201! 6 dann halten die Forscher aber wieder jährliche Exportwachstumsraten von vier Prozent und mehr für denkbar. Im Asien-Handel könnten demnach sogar fast acht Prozent möglich sein.



