Wirtschaftsmedien und Nachrichtenagenturen plappern manchmal lustige Dinge. Aber folgende Meldung von Reuters ist wohl wirklich ernst gemeint oder eine bewußte Falschmeldung: "US-Staatsanleihen als sicherer Hafen gesucht"
Haushalts-Drama, Schuldenlimit, Bankrott-Drohungen in den USA. Trotzdem titelt die Nachrichtenagentur Reuters in ihrem Bericht zu US-Anleihen:
US-Staatsanleihen als sicherer Hafen gesucht
New York, 07. Okt (Reuters) - Die US-Kreditmärkte haben am Montag zugelegt. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 5/32 auf 98-27/32. Die Rendite sank auf 2,633 Prozent. Der 30-jährige Bond legte um 17/32 auf 98-21/32 zu und rentierte mit 3,699 Prozent. Trotz des Haushaltsnotstands in den USA und dem drohenden Konflikt um die Schuldengrenze betrachten Investoren den US-Kreditmarkt weiter als sicheren Hafen.
Ein Witz? Oder eine bewußte Falschmeldung? Welche Investoren US-Bonds mit 2% Zinsen als "sicheren Hafen" betrachten, wurde in der Meldung leider nicht gesagt. Wahrscheinlich ist die Begründung - wie so - oft aus der Luft gegriffen. Oder ein unerfahrener Praktikant hat die Meldung verfasst.



