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Letzte Warnung

Das US-Schuldentheater geht in die letzte Runde. Die Probleme sind unlösbar. Wer es jetzt noch nicht begriffen hat, dem ist nicht zu helfen.


Das wohl berühmteste Zitat von Ludwig von Mises:

„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“.

 

Von Michael Mross

In der Endphase eines Geldsystems steigt der Stress. Bankpleiten, Staatspleiten, Vertrauenskrise - das alles ist tödliches Gift in einem System, das auf Kredit beruht.

Dieser Kredit ist schon längst verspielt. Die Todesursache lautet: Überschuldung. Das ist das Schicksal aller westlichen Industrienationen: Japan, Europa, USA.

Was für ein irrsinniger Witz, dass die größte Wirtschaftsmacht der Welt nur überlebt, wenn sie ihre Schulden erhöht. Geschieht das nicht, kommt es zum weltweiten Kollaps. Jeder, der das Geldsystem versteht, weiß das. Selbst Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain sagt: "Es gibt kein Leben nach einem US-Zahlungsausfall".

So ist es!

Nur: Wenn jetzt schon feststeht, dass die USA de facto pleite sind und nur noch durch Aufschuldung überleben können, was soll sich denn daran in Zukunft ändern? - Außer: dass die Schulden in Zukunft noch höher steigen und das Ende noch schrecklicher wird?

Es ist doch sehr verwunderlich, dass die Weltfinanzgemeinschaft dieses Affentheater noch weiter mitspielt. Das Drama um das Schuldenlimit ist mittlerweile bis in die letzte Hütte rund um den Globus gedrungen. Jeder weiß: Eigentlich sind sie pleite.

Jetzt dürfen die USA noch mal ein paar Billionen aufschulden. Erhöht sich damit etwa die Rückzahlungswahrscheinlichkeit? Wenn sie es jetzt nicht können, dann können sie es bei 20 Billionen wohl noch viel weniger.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Menschen das Vertrauen in die Währungen verlieren. Das gilt nicht nur für den Dollar, sondern auch für den Euro und den Yen. Dass diese Papierfetzen noch als Zahlungsmittel oder gar als Wertaufbewahrungsmittel akzeptiert werden, grenzt an ein Wunder.

Die Schmierenkomödie in den USA und das Drama um den Euro müsste eigentlich jedem auf der Welt die Augen geöffnet haben. In Japan ebenfalls Endzeitstimmung: Sollten sich die Rekordniedrigen Zinsen für 10jähre Anleihen von derzeit 0,8% auf 1,6% verdoppeln, ist Nippon pleite. Für alle Industrienationen gilt: Der Tod durch Überschuldung ist nur eine Frage der Zeit.


Die einzige Rettung sind Edelmetalle. Der Goldpreis schlug zwar in letzter Zeit Kapriolen - doch Gold ist das einzige, was in dieser Schein-Welt noch bleibt. Gerade im Nachklang zum US-Schuldendrama machten Gold und Silber einen kräftigen Sprung nach oben.


Steigende Goldkurse sind jedoch schlecht für alle, die Geld gegen Gold recyceln wollen: Sie erhalten weniger Edelmetall für's Papier. Mit jedem Dollar aber, den Gold fällt, verbessern sich  die Chancen, sein Vermögen zu retten. Bisher begreifen das nur wenige. Doch handeln muss man jetzt.

Wenn es noch einer letzten Warnung bedurfte, dann hat sie der faule Kompromiss im US-Schuldendrama unübersehbar geliefert. Wer es bis jetzt noch nicht kapiert hat, dass wir uns in der Endphase des Geldsystems befinden, dem ist nicht mehr zu helfen.


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