Grüne mit völligem Realtiätsverlust: "Die Energiewende ist nicht der Feind von Arbeitsplätzen und Industrie. Im Gegenteil, sie schafft tausende neuer Jobs und neuer Wertschöpfungen“. - Landesminister kritisieren Energiewende-Kurs von SPD-Vize Kraft. - EON: Lage ist ernst.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) stößt mit Äußerungen zur Energiewende auf deutliche Kritik bei Grünen-Landesministern in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. „Frau Kraft macht einen falschen Gegensatz auf: Die Energiewende ist nicht der Feind von Arbeitsplätzen und Industrie. Im Gegenteil, sie schafft tausende neuer Jobs und neuer Wertschöpfungen“, sagte der Kieler Energiewendeminister Robert Habeck (Grüne) Handelsblatt Online. Die Frage sei einzig und allein, ob Jobs durch die klimaschädliche Verbrennung von Kohle und Gas gesichert werden sollen, oder durch eine nachhaltige, neue Produktion. „Vergangenheit oder Zukunft von Deutschland als Industriestandort, das ist die Frage“, sagte Habeck. „Frau Kraft sollte sich nicht für die Vergangenheit entscheiden.“
Kraft hatte sich am Wochenende hinter Forderungen von Industrie und Stromkonzernen gestellt und erklärt, dass der Erhalt von Arbeitsplätzen Vorrang haben müsse vor einer schnellen Energiewende. Entscheidend sei, dass wir neben der Versorgungssicherheit auch die Preise für Verbraucher und Unternehmen im Blick behalten“.
Die Vize-Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Bärbel Höhn, sprach von einer nicht nachvollziehbaren Argumentation. „Gerade die stromintensive Industrie profitiert von der Energiewende. Dort sind in den letzten Jahren laut Statistischem Bundesamt viele neue Arbeitsplätze entstanden. Auch weil die Erneuerbaren deren Strompre! ise gesenkt haben“, sagte Höhn Handelsblatt Online.
Die beiden Top-Manager fordern eine grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), sonst sei die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Gefahr.



