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Der große Blackout 2014

Erst wenn das letzte Kraftwerk abgeschaltet ist, werden auch die Grünen merken, dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt.

 

Von Michael Mross und Rolf Finkbeiner

Januar 2014. Ein dunkle Wolkendecke hängt über Deutschland. Kein Lüftchen regt sich. Es schneit schon seit Tagen ununterbrochen. Auf den Solarkollektoren haftet ein halben Meter Schnee. Die Windräder stehen still. An den Strombörsen steigen die Kurse auf Rekordhöhe. Doch plötzlich geht gar nichs mehr.

 

Der Stromexport nach Deutschland wird eingestellt. Die Nachbarländer brauchen ihn selbst, weil sie unter ähnlichen Problemen leiden. Nun beginnt eine Chaos-Kaskade mit Domino-Effekt, welche das gesamte Stromnetz in Deutschland zusammenbrechen lässt. Erst werden einzelne Gebiete zwangsabgeschaltet. Dann gerät das ganze Netz außer Kontrolle wegen sogenannter Asynchronität. Folge: Not-Aus. Licht aus. Nacht in Deutschland.

 

Vereinzelt laufen Notstrom-Aggregate an. Doch die Nation ist auf einen kompletten Blackout gar nicht eingestellt. An den Tankstellen geht mangels Strom gar nichts mehr, Supermärkte machen dicht, Banken funktionieren nicht mehr. Geldautomaten tot. Telefon geht wegen Überlastung auch nicht mehr. Behörden machtlos.

 

Es kommt zu ersten Plünderungen, anschließend zu teils anarchistischen Aufständen. Die Sache läuft völlig aus dem Ruder. Mitlerweile ist auch Wasserversorgung kollabiert. Kommunikation ist nicht mehr möglich. Auch das Internet gibt nach einigen Stunden den Geist auf. Krankenhäuser schließen. Treibstoff für Notstromaggregate kann nicht geliefert werden, weil die Zapfsäulen der Tankstellen nur mit Strom funktionieren. Chaos in den Städten. Der Nahverkehr ist zum Erliegen gekommen. Wegen Ausfall aller Ampeln geht auf der Straße gar nichts mehr. Die Polizei ist machtlos. Die Politik ist wegen totaler Kommunikations-Störung nicht mehr wahrnehmbar - denn Fernseher funktionieren bekanntlich mit Strom.

 

Alles düstere Science Fiction? Dank EEG könnte dieses Szenario schon bald bittere Realität werden.

 

Offiziell hat sich angeblich nichts geändert, was die Zahl der Stromausfälle betrifft, doch sowohl die Netzbetreiber als auch viele Stromkunden wissen, dieses Märchen hat mit der Wahrheit nicht mehr viel zu tun. Die größte Sorge haben jedoch Unternehmen, welche durch einen längeren Stromausfall in ihrer Existenz bedroht wären und am Ende wird auch das wieder den einzelnen Bürger treffen.

 

Auf dem Land und in den Mittelgebirgen treten Stromausfälle bei einem Gewitter oder im Winter durch Schneebruch auch heute noch relativ regelmäßig auf, doch in den meisten größeren Städten ist es unnötig, den Radiowecker mit einer Pufferbatterie zu bestücken, da sie quasi nie benötigt wird. Das könnte sich allerdings radikal ändern, wenn die bisherige Entwicklung bestehen bleibt und genau das bislang ist der Fall.

 

Gerade erst hat die Bundesnetzagentur der Stilllegung von zwölf Kraftwerksblöcken von 28 beantragten Abschaltungen mit insgesamt 7.000 Megawatt Leistung zugestimmt. Sie rentieren sich einfach nicht mehr für die Betreiber, weil der sogenannte “Ökostrom” die Preise drückt, denn die vom Bürger bezahlten Milliardensubventionen machen aus unstetigem und unrentablem Ab-und-zu-Strom aus Solarzellen und Propellern ein äußerst lukratives Geschäft für die Profiteure der Energiewende.

 

Ökofaschisten jubeln beim Anblick dieser Entwicklung, beweist sie doch angeblich, dass der “grüne” Strom inzwischen salon- und wettbewerbsfähig geworden und ein Umstieg auf 100% Sonne und Wind technisch möglich sei. Dieser Schein trügt allerdings gewaltig, denn nicht allein der Preis beim Strom ist entscheidend, sondern vor allem die Frage, ob er zum benötigten Zeitpunkt auch geliefert werden kann.

 

Die Betreiber dieser genannten Kraftwerksblöcke jedenfalls können mit ihnen keinen Gewinn mehr erwirtschaften, weil sie wegen der vorrangigen Einspeisung des “Ökostroms” dazu genötigt sind, ihre Anlagen zwar ständig “unter Dampf” zu halten, jedoch nur bei Flaute oder Wolken ihre Leistung ins Netz abgeben und entsprechend vergüten lassen zu können. Am Ende kommt, was immer in planwirtschaftlichen Märkten geschieht: Das subventionierte Produkt verschwindet aus den Läden oder in unserem Fall: Das Stromnetz wird zusammenbrechen.

 

Dieser Prozess ist absurd und unglaublich, doch in der Tat sehen sich immer mehr Betriebe dazu genötigt, technische Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um im Falle eines größeren Stromausfalls nicht eine enorme wirtschaftliche Katastrophe erfahren zu müssen.

 

Natürlich bringen solche Vorsorge-Maßnahmen auch ein gewisses Wirtschaftswachstum, vielleicht werden dadurch sogar ein paar Arbeitsplätze geschaffen. Aber ist dies das vollmundig und großspurig versprochene Wachstum durch die sogenannte Energiewende, von denen die Ökofaschisten immer fabulieren? Der gegenwärtig einsetzende Trend zur Verlagerung energieintensiver Unternehmen ins Ausland wegen günstiger Strompreise und verlässlicher Energieversorgung wird uns mit Sicherheit mehr Arbeitsplätze kosten.

 

Wie lange die Netzbetreiber den täglichen Balanceakt der Netzstabilisierung noch schaffen, weiß niemand. Die Zahl der Eingriffe ins Stromnetz, um dieses vor dem unmittelbaren Kollaps zu bewahren, stieg in den vergangenen wenigen Jahren enorm an und es ist lediglich noch eine Frage der Zeit, wann tatsächlich der erste Super-GAU eintritt.

 

Auch wenn es aus politischen Gründen und sicherlich auch aus einer Denkblockade der linksgrünen Medien heraus nicht erwünscht ist, diese Entwicklung ganz offen beim Namen zu nennen, die Zahl der “kleinen” Stromausfälle steigt, das können viele Bürger inzwischen bestätigen. Selbst in manchen städtischen Gegenden, wo der Strom bislang eigentlich nie ausfiel, stellt sich der eine oder andere inzwischen die Frage, ob nicht doch langsam eine Batterie in den netzbetriebenen Wecker eingelegt werden sollte.

 

Allerdings wird das große Erwachen wohl noch einige Zeit auf sich warten lassen, denn bevor die Masse realisiert, dass die “Energiewende” im sprichwörtlichen Sinne nicht nur eine 180-Grad-Kehre in Sachen bezahlbaren Stroms, sondern auch bezüglich einer sicheren Energieversorgung bedeutet, muss sicherlich zuerst erheblicher Schaden durch den einen oder anderen großen Ausfall entstehen.

 

Prädestiniert ist dafür natürlich am ehesten die dunkle Jahreszeit, denn in dieser Zeit fällt die Einspeisung des enorm teuren Photovoltaikstroms mit seinen Dutzenden an Gigawatt Peak-Leistung fast vollständig aus. Die gleichzeitige Genehmigung zur Abschaltung von Kraftwerken erhöht ebenfalls nicht unbedingt das Vertrauen in die Versorgungssicherheit. Kein Wunder also, wenn immer mehr Unternehmen sich für den Fall der Fälle auf eigene Faust zu wappnen versuchen.

 

Sollte uns tatsächlich ein großflächiger und langanhaltender Stromausfall ereilen, wird auch der Einsatz von Notstromaggregaten nur dann hilfreich sein, wenn deren Kraftstoffversorgung mittel- und langfristig gewährleistet ist. Der Betreiber eines Rechenzentrums beispielsweise, welcher mit dem Diesellieferanten einen Liefervertrag abgeschlossen hat, binnen zwölf Stunden die Tanks wieder füllen zu müssen, wird am Ende dumm dastehen, denn die Raffinerie bleibt ohne Strom nämlich ebenfalls dunkel.

 

Die Konsequenzen für die Normalbevölkerung wären noch wesentlich fataler, denn Wasser und Gas sind das nächste, was nach dem Strom nur wenig zeitversetzt ausfallen wird. Wir tun daher gut daran, uns mit möglichst nichttechnischen Vorsorgemaßnahmen zu befassen und zwar rechtzeitig, denn wenn der Strom erst einmal weg ist, dann ist es zu spät zum Notfall-Einkauf.

www.crash-news.com

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