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EZB warnt vor Zwangsabgabe für Sparer

Die vom IWF vorgeschlagene 10% Abgabe für Sparer, um die Euro- und Finanzkrise zu lösen, wird von der EZB scharf kritisiert. EZB-Rat Ewald Nowotny: "Ich warne eindringlich davor, die Sparer zu verunsichern".

 

In einer kürzlich vorgelegten Studie spielt der IWF die Lösung für die Schulden- / Finanzkrise durch und kommt zu dem Schluss: Eine 10%-Abgabe auf Sparguthaben könnte die Krise entspannen. Die Planspiele bezogen sich speziell auch auf die Euro-Zone.  Die dadurch ausgelöste Verunsicherung bringt nun auch die EZB auf den Plan.

 

Der österreichische Notenbankchef und EZB-Rat Ewald Nowotny hat vor einer neuen Debatte über eine Zwangsabgabe für Sparer zum Abbau von Staatsschulden gewarnt. In einer Mitteilung der österreichischen Notenbank reagierte er am Dienstag auf ökonomische Gedankenspiele, die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgegriffen worden waren.  "Ich warne eindringlich davor, die Sparer zu verunsichern", erklärte Nowotny.

Der IWF hatte die Möglichkeit einer 10-prozentigen Vermögensabgabe zum Abbau von Staatsschulden ausgewählter Euroländer erörtert.  Solche Zwangsabgaben seien wirtschaftspolitische Verfahren, "die in Kriegs- oder Nachkriegszeiten von Bedeutung waren", sagte Nowotny, der als Gouverneur der Notenbank Österreichs im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sitzt. "Für die derzeitige Lage in den entwickelten Industriestaaten ist eine solche Perspektive aber überhaupt nicht relevant und entschieden abzulehnen", so Nowotny.

 

Auch BCG für Sparer-Enteignung

Der IWF steht mit seinem Vorschlag nicht alleine da. Bereits im Frühjahr kamen die "Experten" der Boston Consulting Group (BCG) in der Studie "Back to Mesopotamia" zu einem ähnlichen Ergebnis. Um die Schuldenverhältnisse im Euro-Raum wieder zu normalisieren schlugen sie eine einmalige Vermögensabgabe von 10-30% vor.

Ein führender Berater von BCG wechselte vor kurzem ins deutsche Finanzministerium, was Spekulationen nährte, dass bereits auf höchster Ebene eine Sparer-Enteignung vorbereitet wird.

Hier gehts zur IWF-Studie

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