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Grüner Trottel will CO2 per Planwirtschaft senken

Trotz der Energiewende steigt der CO2-Ausstoß der deutschen Stromproduktion, sagt Anton Hofreiter, Chef der Grünen-Bundestagsfraktion. Mittels Planwirtschaft will er jetzt eingreifen und das Klima retten.

 

Grüne-Chef Anton Hofreiter im GEZ-zwangsfinanzierten Deutschlandfunk-Gespräch: Trotz der Energiewende steigt der CO2-Ausstoß der deutschen Stromproduktion, sagt Anton Hofreiter. Um diesen zu senken, fordert er unter anderem einen CO2-Mindestpreis und Mindest-Effizienzkriterien für Kraftwerke. Er kritisiert auch, dass der Ausbau von Windenergie ausgebremst werde.

 

DLF-Heckmann: Kommen wir zunächst mal zum Thema Energie. In Südostasien, da kämpfen die Menschen ums Überleben. In Berlin treten Union und SPD bei der Energiewende erst mal so ein wenig auf die Bremse. Was löst das bei Ihnen aus?

Hofreiter: Man hat den Eindruck, dass SPD und Union überhaupt nicht begriffen haben, worum es bei der Energiewende geht. Bei der Energiewende geht es ja nicht darum, dass einem Windkraftanlagen besonders schön vorkommen, oder dass man möglichst viele Stromleitungen haben muss, sondern es geht darum, dass wir weniger CO2 produzieren, und da ist einfach die Frage, was wird die auslaufenden Atomkraftwerke ersetzen. Werden das große Kohlekraftwerke werden, oder wird Wind und Sonne Grundlast? Und da ist besonders unverantwortlich, dass ausgerechnet die kostengünstigste Art, erneuerbare Energien herzustellen, Windkraft, ausgebremst werden soll. Sie müssen sich eins klar machen: Trotz Energiewende steigt der CO2-Ausstoß vor allem der deutschen Stromproduktion. Das ist absolut absurd!

Heckmann: Das mag ja kostengünstig sein, die Produktion dieser Energie. Aber beim Verbraucher kommt das nicht an. Im Gegenteil: Da explodieren die Stromkosten. Und diese Kostenexplosion, die können Sie ja nicht abstreiten?

Hofreiter: Ja. Die Kostenexplosion wird allerdings nicht verursacht durch die erneuerbaren Energien als solche, sondern die Kostenexplosion wird verursacht durch fehlerhafte Regelungen, durch überbordende Ausnahmen für die Industrie. Sie müssen sich vorstellen: Die letzte Steigerung der EEG-Umlage ist nur zu 13 Prozent eine Folge des Zubaus erneuerbarer Energien. 13 Prozent der Steigerung der EEG-Umlage, die ja angeblich zu 100 Prozent für die erneuerbaren Energien da ist, nur 13 Prozent laufen in Wind- und Sonnenkraft und die übrigen 87 Prozent werden verwendet für irgendeinen anderen Quatsch.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2317483/

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