ZEIT zu Polizeiangriff in Leipzig: Alles halb so schlimm


Plakat gegen Polizeigesetz in Leipzig-Connewitz, über dts NachrichtenagenturDie Attacke auf einen Bereitschaftspolizisten in der Silvesternacht in Leipzig-Connewitz war womöglich kein organisierter Angriff. Das gehe aus einem Video hervor, das die entscheidenden Szenen der Nacht zeige, berichtet "Zeit-Online".

In dem Video wirkt der Angriff auf den später schwer verletzten 38-jährigen Polizisten "nicht orchestrierst", schreibt die Zeitung.

Es seien "nur wenige Angreifer zu sehen, die auf den Beamten springen und diesen treten", schreibt die Zeitung. Der schwer verletzte Bereitschaftspolizist war noch in der Nacht am Ohr operiert worden, mittlerweile wurde er wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Nach dem Angriff auf den Polizisten war eine Diskussion über neuen linken Terror in Deutschland entbrannt.

In einem Interview mit "Zeit-Online" hatte der Leipziger Polizeipräsident Torsten Schultze von "einem geplanten und organisierten Angriff" einer Gruppe von 20 bis 30 Personen auf den verletzten Beamten und weitere Polizisten gesprochen. Drei weitere Beamte waren leicht verletzt worden.

Vier Personen wurden festgenommen, die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt wegen Mordversuchs gegen unbekannt. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte nach dem Angriff von "linkem Terror" gesprochen, Sachsens Innenminister Roland Wöller von einer "neuen Stufe linksextremer Gewalt". Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, warnte davor, dass sich im linken Spektrum "militante Strukturen nach dem Muster der `Roten Armee Fraktion` (RAF)" entwickeln würden.

Foto: Plakat gegen Polizeigesetz in Leipzig-Connewitz, über dts Nachrichtenagentur

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