Seit einigen Wochen gab Microsoft bekannt, dass Windows 8, beziehungsweise 8.1 definitiv mit fast allen 3D-Druckern kompatibel sei. Was dann noch fehlte, war die eigene Applikation zur Erstellung und Verarbeitung der dreidimensionalen Objekte.
Die Konkurrenz hierfür ist groß, nur der Bonus der eigenen App bleibt Microsoft. Ist diese also bei einem Kauf eines Systems mit Windows 8 bereits vorinstalliert und kostenlos, werden die Wenigsten zu Tools wie Tinkercard, 123Design oder Sketchup greifen, obwohl diese sicherlich zu den Besten in Sachen 3D Bearbeitung gehören. Denn der User ist stets auf der Suche nach dem Schnellsten und Billigsten; zumindest wenn man nicht gerade in der Foto/Fotoerstellungsbranche arbeitet. Die viel größere Konkurrenz wird von den built-in Software Paketen kommen, die die 3D-Drucker der Hersteller 3D Systems, Makerbot, und Tiertime mit ihren Produkten mitliefern werden, da diese ebenfalls kostenlos sind und eventuell sogar noch besser auf das einzelne Gerät abgestimmt sind. Hier bleibt jedoch abzuwarten, in wiefern sich welches Format durchsetzt, denn für den deutschen Web-App und App-Store von Microsoft ist der Release erst für das Frühjahr 2014 angekündigt. Auch wenn viele User der Beta Version oder auch nur Leute, die die ersten Screenshots bereits gesehen haben, an der Umsetzung zweifeln, tut Microsoft hier klar einen Schritt in die richtige Richtung. Das Besondere an dieser App ist aber, dass im Gegensatz zu den professionellen Bildverarbeitungsprogrammen für 3D-Drucker, die peripheren Geräte wie Tablets auch genutzt werden können. Auch wenn sicherlich dank seiner technischen Fähigkeiten der Desktop-Computer die Nummer 1 bleiben wird, hat Microsoft durch ihren Surface Tablet eine leistungsstarke Plattform, um die 3D-Drucker-App auch für kleinere Geräte tauglich zu machen. Durch den NVIDIA Grafikchip sowie 2GB Arbeitsspeicher schafft es das Tablet mit dem 1GHz Prozessor auch betriebsintensive Prozesse (wie eben die Bilderstellung und -bearbeitung) schnell und flüssig zu verarbeiten. Gleiches gilt für das Smartphone, welches bereits für so viele essenzielle und alltägliche Prozesse wie Banking genutzt wird. Neben den zahlreichen App Möglichkeiten gäbe es also zunächst rein theoretisch die Möglichkeit, mit dem Smartphone ein Modell zu entwerfen, um dieses dann anschließend per Wi-Fi zu Hause oder unterwegs drucken zu können. Da die 3D-Drucker der neuesten Generation entspringen, wird diese Funktion wohl zu den "Basics" gehören. Klar ist auch, dass diese aufwendige Image-Erstellung hochwertige Toner und Drucker Patronen benötigt. So haben sich bereits Patronenanbieter wie hq-patronen.de auf die neue Druckergeneration vorbereitet. Die Nachfrage wird vor allem auf professioneller Ebene hoch sein, denn HP scheint schon mit der Entwicklung beschäftigt zu sein.



