130 Milliarden Euro belasten die Rentenkasse. „Die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag bedeuten eine drastische Zusatzbelastung der Beitragszahler."
Der neue Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer geht mit Union und SPD hart ins Gericht. „Die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag bedeuten eine drastische Zusatzbelastung der Beitragszahler. Die in der Rente und Pflegeversicherung geplanten zusätzlichen Leistungen belaufen sich auf deutlich mehr als 20 Milliarden Euro im Jahr 2030“, sagte Kramer der F.A.Z. am Donnerstag in Berlin.
Doch nicht erst in ferner Zukunft summieren sich die Ausgaben. In der Rentenpolitik drohen sofort hohe Belastungen. Kramer sagte, die Aufstockung der Mütterrenten sei zwar ein verständliches Anliegen, koste aber jährlich 6,5 Milliarden Euro – mit steigender Tendenz bis zu 8 Milliarden Euro.
„Bis 2030 würde die zusätzliche Mütterrente insgesamt rund 130 Milliarden Euro kosten. Das wäre sogar mehr, als die Rente mit 67 bis dahin an Entlastung bringt.“ Kramer hält auch eine abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren für besonders langjährig Versicherte für einen „kapitalen Fehler“.



