Gold und Silber stehen zu Beginn der neuen Handelswoche wieder unter Druck. Schwacher chinesischer Aktienmarkt belastet. Auch die Charttechnik verheißt nichts Gutes. Gold- und Silbermünzenverkauf mit starkem Einbruch.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold und Silber stehen zu Beginn der neuen Handelswoche wieder unter Druck, nachdem sich beide Preise Ende letzter Woche noch etwas erholen konnten. Gold handelt heute Morgen bei gut 1.240 USD je Feinunze und nähert sich damit einem 5-Monatstief. In Euro gerechnet notiert das gelbe Edelmetall bei gut 910 EUR je Feinunze. Silber fällt auf 19,7 USD je Feinunze und hält sich nur noch knapp über einem 4-Monatstief.
Obwohl der Goldpreis im vergangenen Monat um 5,3% nachgab und damit den stärksten November-Rückgang seit 35 Jahren verzeichnete – hat die US-Münzanstalt im November unterdurchschnittliche 48 Tsd. Unzen Goldmünzen verkauft.
Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies sogar einem Rückgang um 65%, allerdings war der Vorjahresmonat besonders stark. Die Absätze von US-Silbermünzen fielen im Vergleich zum Vorjahr um 27% auf 2,3 Mio. Unzen. Auch aus Australien werden verhaltene Münzverkäufe berichtet. Gemäß Daten der australischen Münzanstalt wurden im November 52,7 Tsd. Unzen Goldmünzen veräußert. Dies waren 32% weniger als im Vormonat, aber 7,5% mehr als im Vorjahr.
Offenbar rechnen einige Käufer mit noch weiter fallenden Goldpreisen und haben sich deshalb mit Münzkäufen zurückgehalten. Sie dürften aber bei niedrigeren Preisen wieder in den Markt zurückkehren.



