Gold und Silber steigen deutlich auf 3-Wochenhochs. Der Anstieg der Preise dürfte weiterhin in erster Linie auf die Eindeckung von Short-Positionen spekulativer Finanzanleger zurückzuführen sein.
Von Commerzbank Commodity Research
Nachdem sich Gold und Silber in den vergangenen Tagen merklich verteuerten, legen sie heute Morgen in ihrem Aufwärtstrend eine Pause ein. Auf Schlusskursbasis stieg Gold gestern um 1,8% und Silber sogar um 2,7%. Mit 1.268 USD je Feinunze bzw. 20,5 USD je Feinunze wurde jeweils ein 3-Wochenhoch erreicht.
Der Anstieg der Preise dürfte weiterhin in erster Linie auf die Eindeckung von Short-Positionen spekulativer Finanzanleger zurückzuführen sein. Denn die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichnen weiter Abflüsse. Seit Beginn des Preisanstiegs Ende letzter Woche wurden die ETF-Bestände um 6,5 Tonnen abgebaut.
In Asien dagegen bleibt die physische Goldnachfrage hoch. So werden in Indien laut Aussagen des Verbands der indischen Schmuckhändler aktuell Prämien von 160 USD je Feinunze gezahlt, was allerdings auch dem begrenzten Angebot geschuldet ist. Der Verband geht davon aus, dass aufgrund der Importrestriktionen im laufenden Quartal nur knapp 80 Tonnen Gold eingeführt werden dürften, 70% weniger als im Vorjahr. Im nächsten Jahr sollen die Importe bei 500-550 Tonnen liegen – in etwa die Hälfte des üblichen Niveaus.
In den USA haben sich Demokraten und Republikaner bei den Haushaltsverhandlungen auf einen Kompromiss für die nächsten zwei Jahre verständigt. Diesem müssen das US-Repräsentantenhaus und der Senat in den kommenden Tagen noch zustimmen. Die Reduzierung der Anleihekäufe der US-Notenbank Fed rückt damit näher.



