AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Untergang besiegelt

GroKo besiegelt. Neue Regierung besiegelt. US-Haushaltsstreit besiegelt. Ukraine-Russland-Bündnis besiegelt. FED-Nachfolge besiegelt. Dennoch bleibt vieles unklar und unsicher. - Neue Chancen an den Ostbörsen.

 

von Andreas Männicke

Ein Siegel gibt einer Urkunde eine Sicherheit. Wenn etwas besiegelt ist, ist das Anliegen von offizieller Seite bestätigt. Nun wurden in den letzten Wochen ein Reihe von wichtigen Verträgen zur Unterschrift gebracht und damit „besiegelt“ wie: GroKo besiegelt, neue Regierung besiegelt, US-Haushaltsstreit besiegelt, Ukraine-Russland-Bündnis besiegelt und  FED-Nachfolge besiegelt. Dennoch bleibt vieles unklar und unsicher.


So  wurde nun nach 3 Monaten harter Verhandlungen auch der Koalitionsvertrag von der CDU/CSU und SPD unterschrieben und, wenn man so will, nun auch von der SPD-Parteibasis mit einer Stimmenmehrheit von 75% besiegelt. Die SPD feiert ihre Basis-Demokratie im Jahr des 100-jährigen Todestages von Alt-Kanzler Willy Brandt als großen Erfolg. Angela Merkel lobt die Koalitionsverhandlungen, indem sie betonte, dass sich Politiker auch mal  zugehört haben, was sonst selten passiert. Hört, hört!


Es wäre noch besser, wenn Sie auch mal öfters auf aufs Volk hören, was in einer parlamentarischen Demokratie nur alle 4 Jahre passiert, indem man in Wahlversprechen versucht, dass anzubieten, was das Volk auch haben will, um gewählt zu werden. Demnächst wird wohl noch mehr Basis-Demokratie nach Brüssel verlagert werden und der Bürger damit entmündigt werden.


In den USA kam es vorzeitig überraschend schnell zu einer Einigung zwischen den Demokraten und den Republikanern über den Haushalt bis 2015. Jetzt muss nur noch die neue Verschuldungsgrenze beschlossen werden. Man darf gespannt sein, ob die Neuverschuldung unter 500 Mrd. USD gedrückt werden kann ohne das Wachstum abzuwürgen. Viele wichtiger ist aber, ob und vor allem in welchem Umfang die FED unter der Federführung der neuen Notenbankchefin Janet Yellen weiterhin US-Anleihen aufkauft bzw. ob und wann sie das „Tapering“ startet. Dies wird auch von den nächsten Konjunkturdaten abhängen. Die US-Immobilienkrise  ist zwar überwunden und die US-Konjunktur läuft besser al erwartet, aber die Verschuldung und das Quantitative Easing der FED bleiben ein Dauerthema  und somit auch ein börsenrelevantes Thema für 2014.


Die europäischen Banken verdienen jetzt „auf dem Papier“ zwar wieder gutes Geld; es wird aber auf die Banken auch in 2014 einiges zukommen. 1 Billion € nicht einbringlicher Kredite sind schon eine hohe Bürde. Bei dem EU-Gipfel soll entschieden werden, wie Banken abgewickelt werden  sollen ohne den Steuerzahler zu belasten. Der vorgeschlagene Abwicklungsfonds soll erst in 2016 in Kraft treten und bis 2016 ein Volumen von 55 Mrd € haben. Man braucht kein Ökonom zu sein, um festzustellen, dass zu einem so ein Fonds viel zu spät kommt und vom Volumen auch völlig unzureichend ist, um einige systemisch relevante Banken zu retten. Zudem sollte die EU einmal daran gehen, das undurchsichtige und hochkomplexe  Derivategeschäft einmal besser zu regulieren und auch unter Risikogesichtspunkten besser zu  zu kontrollieren. Insbesondere das sehr großvolumige Geschäft der Zinsderivate sollte global  besser reguliert, kontrolliert und möglicherweise auch mehr besteuert werden. Es soll nun zwar eine Finanzmarkttransaktionsteuer eingeführt werden, die den falschen treffen wird, nämlich den Verbraucher. Davon abgesehen sollen aber ausgerechnet Derivate  davon ausgeschlossen werden, was für mich eine Farce ist.


Das vorgeschlagene Modell der Bankenunion bedeutet, dass deutsche Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die solide und risikoarm den Mittelstand versorgen auch für ausländische Banken mithaften, die sich mit risikobehaftetet Anleihenkäufen oder Immobiliengeschäften verzockt haben. Auch das ist wenig einsichtig. Ich fordere generell schon lange Eigenkapitalquoten für Banken  von 20% und nicht von 8% oder gar 3% als Kerneigenkapitalquote, zudem mehr Transparenz und Regulierung im Derivategeschäfte zumindest dann, wen der ökumenische Nutzen sehr zweifelhaft oder gar nicht erkennbar ist. Zudem sollten bei Derivaten und auch Staatsanleihen höher Abschreibungen möglich sein. Bei den Eigenkapitalquoten sollten auch berücksichtigt werden, dass auch Staatsanleihen risikokapital ist, sogar bei deutschen Staatsanleihen. Wer großvolumig Derivategeschäft betreibet, sollte noch höher Eigenkapitalquoten von bis zu 50% gesetzlich haben müssen. Das sind mein Vorschläge zur Rettung Europas.


Ein weiteres wichtiges Thema wurde heuet im Bundestag diskutiert und das ist das Verhältnis von Europa zur Ukraine. Man hörte dort überall von den Abgeordneten Sympathiekundgebungen und Solidaritätsverlautbarungen mit den Demonstranten auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Russland bleibt der böse Bube, weil Russland der Ukraine einen 15 Mrd. USD Kredit anbot und zudem um ein Drittel geringere Gaspreise. Da darf man sich schon die Frage  stellen, was die EU eigentlich zu bieten hat außer der Vision einer „funktionierenden“ Demokratie (???) und der europäischen Freiheit (???)?  Auch Vitali Klitscko, mit dem ich sehr sympathisiere, ist in dem Punkt ein wenig naiv.


Im deutschen Parlament wurde von Abgeordneten wenig differenzierte und recht einseitig beklagt, dass Russland auf die Ukraine Druck ausübe und Putin nur im sowjetischen Hegemoniedenken und Großmachtsterben verhaftet sei. Ist dies aber wirklich so und wenn ja, machen das de USA anders? Auch die USA haben einige Länder gekauft wie früher Ägypten, dann auch den Irak und noch heute Saudi-Arabien, obwohl es dort mit den Menschenrechten auch nicht so bestellt ist, wie man sich das im demokratischen Westen so vorstellt. Ob alle Staaten in Europa wirklich frei sind, mag man auch mal die jugendlichen Arbeitslosen in Griechenland, Portugal, Spanien fragen und auch, was die von einer Aufnahme in die EU  und noch komplexer, von den Einführung des Euro-Korsetts haben.


Ich unterstütze auch die Demonstranten in Kiew, die sich nach mehr Freiheit und vor allem einer wirtschaftlichen Besserstellung sehnen, aber man sollte sich dabei auch pragmatisch Verhalten und die Realitäten akzeptieren die nun mal da sind und das ist das die Ukraine das ärmste Land in Osteuropa ist, das die Ukraine langjährige Wirtschaftsbeziehungen mit Russland pflegt  und nun mal außer schöner Solidaritätskundgebungen etwas mehr braucht und das wäre reale, ökonomische Unterstützung, echte wirtschaftliche B2B-Kooperationen zwischen Unternehmen und dass Schaffen von gegenseitigen Absatzmärkten durch Import/Exporterleichterungen. Das sollte alles  möglich sein, auch wenn Russland jetzt der Ukraine sicherlich nicht ohne Eigeninteresse unter die Arme greift. Es geht also nicht um ein entweder-oder, sondern um ein sowohl als auch. Das ist übrigens was auch  Putin meint, wenn von einen freien Warenaustausch von Westeuropa bis nach Wladiwostok spricht; aber das haben einige Abgeordnete noch nicht so recht verstanden.


Die Aktienmärkte bleiben von den Europathemen wenig beeinflusst, der DAX behauptet sich weiterhin oberhalb von 9000 Indexpunkte und der Dow Jones Industrial-Index knapp unterhalb  von 16.000 Indexpunkten. Die globalen Aktienmärkte schauen im Moment weniger darauf, was Europa macht bzw. plant, sondern mehr darauf, was die FED machen wird und erhoffen sich insgeheim eine weiterhin expansive Notenbankpolitik mit niedrigen Zinsen, damit die Finanzblase noch ein wenig mehr aufgeblasen werden kann. Niedrig bewertete Aktien gibt es zu Hauf in Osteuropa, auch in der Ukraine und in Russland, aber da fließt im Moment kein Geld hin, sondern nur in die etablierten Märkte. Daher konnte die Aktienmärkte aus Russland und erst recht nicht in der Ukraine in diesem Jahr performen.


Mein Credo bleibt: kauft Aktien, auch in der Ukraine, denn dies ist Eigenkapital und das brauchen die Unternehmen, um auch in Europa zu expandieren. Mein Vorschlag dafür: befreit ukrainische Aktien von der Abgeltungssteuer! Börsen sind immer noch Plätze, wo neben Fremdkapital (=Unternehmensanleihen + Staatsanleihen) auch Eigenkapital geschaffen und gehandelt wird.  Hier könnte also sowohl die Politiker als auch die deutschen Anleger ein positiven Beitrag leiten, wenn Sie den Demonstranten in der Ukrainer wirklich helfen wollen.

www.eaststock.de

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

DEXWEB - We Pursue Visions

 

Aktuelle Presse

Vor dem Hintergrund der Offensive der syrischen Regierung im kurdisch dominierten Nordosten des Landes hat die Hilfsorganisation Medico International vor einem möglichen Ausbruch eines neuen Bürgerkriegs [ ... ]

Der forschungspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Florian Müller (CDU), hat vor zu hohen Erwartungen an die 500 Millionen Euro umfassende Forschungsförderung für postinfektiöse [ ... ]

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat dem Einsatz von Software des US-Konzerns Palantir für Sicherheitsbehörden des Bundes eine Absage erteilt. "Ich sehe es nicht, dass die Software [ ... ]

Die Junge Union hat der CDU eine Frist zur Einführung der Wehrpflicht gesetzt. In einem Antrag für den CDU-Parteitag, über den der "Focus" berichtet, fordert der Parteinachwuchs eine Wehrpflicht [ ... ]

Der VfB Stuttgart hat sich am letzten Spieltag der Europa-League-Ligaphase mit einem 3:2-Sieg gegen den BSC Young Boys durchgesetzt, während der SC Freiburg bei Lille OSC spät mit 0:1 verloren [ ... ]

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Donnerstagabend mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Das teilte der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, mit. Selenskyj [ ... ]

Die Bundesregierung fürchtet Versorgungsrisiken mit Öl und Raffinerieprodukten, sollten die aktuell ausgesetzten US-Sanktionen für die deutschen Rosneft-Töchter erneut greifen. Das berichtet [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.