Nach der Pleitedrohung des Windparkbetreibers Prokon wächst der Druck auf den Gestzgeber. Zuvor hatte die Windpark-Firma aus dem schleswig-holsteinischen Itzehoe ihren Anlegern in einem Schreiben mit der Insolvenz gedroht, wenn sie ihr Kapital zurückforderten.
Zuvor hatte die Windpark-Firma aus dem schleswig-holsteinischen Itzehoe ihren Anlegern in einem Schreiben mit der Insolvenz gedroht, wenn sie ihr Kapital zurückforderten. Knapp 1,4 Milliarden Euro haben rund 75.000 Anleger in Genussrechte von Prokon investiert. Weil es sich dabei um sogenannte Graumarktangebote handelt, ist die Finanzaufsicht Bafin machtlos. "Prokon betreibt keine erlaubnispflichtigen Bankgeschäfte und untersteht damit nicht der Aufsicht der Bafin“, sagte eine Sprecherin.
Umso lauter werden jetzt Stimmen, den Aufsehern mehr Kompetenzen z! u geben und den grauen Markt zu regulieren. "Der Fall Prokon zeigt, dass die Einwände gegen eine strengere Regulierung der Finanzmärkte unberechtigt sind", sagte der Finanzpolitiker Lothar Binding (SPD) dem Handelsblatt. "Wir müssen versuchen, die grauen Märkte auszumerzen." Auch Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs sieht Handlungsbedarf. Der Staat dürfe „der Abzocke von Anlegern nicht tatenlos zusehen“.



