Die Aktie der Commerzbank scheint heiß gelaufen zu sein. Heute gab es erstmals einen Rücksetzer nach unten. Ist die Rallye damit vorbei? Sind Deutsche Bank und Commerzbank nun mit Vorsicht zu genießen? - Die Regeln für Banken (Basel III) werden aufgeweicht.
Was ist der Hintergrund der Banken-Rallye an der Börse? Die Eigenkapitalquote wird de facto aufgeweicht, weil europäische Banken auch andere Positionen dort einbeziehen können - was bisher nicht erlaubt war. "Der Sieg der Bankenlobby" - so kommentierte Daniel Davies, Analyst bei der französischen Großbank BNP Paribas, in der "Financial Times" die jüngste Entscheidung des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht. Fakt ist: Die Regeln für Banken (Basel III) werden aufgeweicht. Bei der Berechnung der sogenannten Leverage Ratio (Verschuldungsquote) dürfen europäische Banken jetzt - genauso wie bislang ihre US-Wettbwerber - ihre Derivate-Positionen in der Bilanz verrechnen.
Sind die neuen Erleichterungen nun in den Kursen eingepreist? Besonders die Aktie der Commerzbank ist in den letzten Wochen regelrecht heiß gelaufen. Laut "Aktiencheck zeigen die Trendlinien der gleitenden Durchschnittslinien an, wie tief die Commerzbank-Aktie bei einer Verschnaufpause fallen kann, ohne dass die Aufwärtstrends durchbrochen würden. Rücksetzer auf die gleitenden Durchschnittslinien GD10 (12,07 Euro), GD20 (11,70 Euro), GD30 (11,36 Euro), GD38 (11,17 Euro), GD50 (10,88 Euro) und GD100 (10,03 Euro) erscheinen jederzeit möglich. Eine horizontale Absicherung besteht in der 12-Euro-Marke.
DER AKTIONÄR rät Commerzbank-Aktionären, investiert zu bleiben und einen engen Stopp zu setzen. Die Deutsche-Bank-Aktie ist indes ein klarer Kauf mit einem Kursziel von 47 Euro. Stopp bei 29 Euro setzen.



