Der DAX-Aktienindex ist am Weg auf die 10000 Punkte, der Dow im Marsch auf 17000 Punkte. Wer hätte das vor noch einem Jahr gedacht. Gleichzeitig verharren etwa die USA schon Jahre in einer nicht zugegebenen Depression. Der „Ausgleich“ sollte bald kommen, denn die Crash-Warnungen werden immer massiver.
Von Walter K. Eichelburg
Der DAX-Aktienindex ist am Weg auf die 10000 Punkte, der Dow im Marsch auf 17000 Punkte. Wer hätte das vor noch einem Jahr gedacht. Gleichzeitig verharren etwa die USA schon Jahre in einer nicht zugegebenen Depression, wenn man sich den realen Arbeitsmarkt ansieht. So hohe Aktienindizes riechen genauso wie der niedrige Goldpreis nach massiver Markt-Manipulation. Der „Ausgleich“ sollte bald kommen, denn die Crash-Warnungen werden immer massiver.
Total überzogene Kurse:
Nicht nur die Aktienkurse sind angesichts der miesen Realwirtschaft total überzogen, auch die Anleihenkurse sind es. So schreibt etwa die Welt: „Osteuropa gibt jetzt den Schuldentakt vor“:
Schwellenländer geben derzeit so viele Staatsanleihen aus wie noch nie – trotz der zurückliegenden turbulenten sechs Monate. Anleger reißen sich vor allem wieder um Schuldscheine aus Osteuropa.
Anmerkung: das sind Staaten, die grossteils pleite sind und noch vor einiger Zeit gemieden wurden. Ebenso gibt es einen Run auf Junk-Bonds oder „Mittelstandsanleihen“, deren Rückzahlung ungewiss ist. Im Artikel steht auch, dass es primär „institutionelle Anleger“ sind, die da blind zugreifen. Also Manager von Investmentfonds, Versicherungen, Pensionsfonds, etc. Diese haben wegen der derzeitigen niedrigen Zinsen alle einen Anlagenotstand, denn sie sollen Rendite erwirtschaften.
Auf www.hartgeld.com nenne ich diese Spezies „Bondaffen“, denn sie legen das Geld ihrer Kunden so an, als wären sie Affen. Ist ihnen ja auch egal, es ist nicht ihr Geld. Ihr Job und ihr Bonus hängen nicht von der absoluten Rendite ab, die sie erwirtschaften, sondern ist immer relativ im Vergleich zum Rest der Affenherde. Noch dümmer sind nur jene Mitglieder der „deutschen Eliten“, die 2010 im Handelsblatt dazu aufgerufen haben, griechische Staatsanleihen zu kaufen. Was dann passierte, ist bekannt – Schuldenschnitt.
Der letzte Tanz:
Der Titel dieses Artikel stammt von einem Finanz-Insider, der weiss, was bald kommt: der Tag-X, an dem man alles Papier verbrennen lässt. Er hat das so formuliert:
Jetzt läßt man noch die Börsen-Puppen tanzen zur gefälligen Ablenkung und Verwirrung.
Nicht nur die Börsen-Puppen lässt man noch einmal tanzen, auch die Bondaffen. Es wird für lange Zeit deren letzter grosser Tanz sein. Dann werden sie die Entlassung bekommen, deren Kunden werden massivst geschoren, egal, ob über Wertpapier-Crash, Bankencrash oder Währungsreform. Das wird der von mehreren Seiten bereits angekündigte „Reset des Finanzsystems“ sein.
Warum diese Extrem-Manipulation bei Aktienmärkten und Gold?
Wie schon in mehreren Marktkommentaren ausgeführt, geht es um die Macht nach dem Tag-X. Niemand ausser gewissen Eliten soll Gold besitzen. Daher drückt man seit April 2013 den Goldpreis so extrem – damit möglichst viel Gold auf den Markt kommt, das China und diese Eliten billig aufsammeln. Gleichzeitig zeigt man der Schafsherde der Sparer die Aktien als Alternative zum Gold und lässt die Aktienkurse steigen. Wohl wissend, dass bei Investment-Assets die Herde immer in das geht, was bereits stark gestiegen ist. Dass die Aktien überbewertet sind und das massive Margin-Debt einen baldigen Crash erwarten lassen, interessiert die Herde nicht.
Wenn der Tanz aus ist:
Dann wird sich alles Gold in den Händen von bestimmten Eliten und einigen Wissenden befinden, die Aktien- und Anleihenmärkte sowie die Banken lässt man crashen – der Tag-X, den Goldpreis lässt man massiv ansteigen. Dann kommt die ganz grosse Umverteilung: die Verschuldeten werden ihre Firmen und Immobilien billig hergeben müssen, die Goldbesitzer werden alles billig aufkaufen können.
Ausserdem werden die heutigen Sozialstaaten abgebrochen werden müssen, wenn sie nicht ganz zerfallen. Mehr dazu im letzten Marktkommentar: „Jahresausblick 2014“.
2014 schlägt die Stunde der Wahrheit. Vielleicht bereits während der Olympischen Winterspiele im Februar. Dann ist die Masse ohnehin abgelenkt.



