Goldpreis fällt aufgrund von Gewinnmitnahmen und besserer Wirtschaftsaussichten. Nach den hohen Zuflüssen in die Gold-ETFs Ende letzter Woche kam es gestern wieder zu Abflüssen von gut zwei Tonnen. Silber-ETFs dagegen höher.
Von Commerzbank Commodity Research
Der Goldpreis verlor gestern auf Schlusskursbasis 1,1% und fiel zwischenzeitlich auf 1.236 USD je Feinunze. Heute Morgen handelt er nur wenig erholt bei rund 1.240 USD. Der Internationale Währungsfonds hatte gestern seine Schätzung für das weltweite Wirtschaftswachstum für dieses Jahr um ein Zehntel auf 3,7% erhöht.
Für einige Länder wie zum Beispiel Japan und Großbritannien fiel die Revision dabei durchaus merklich aus. Aber auch China und die USA sollen demnach 2014 etwas stärker wachsen als noch im Oktober unterstellt.
Als größtes Risiko für die Konjunktur sieht der IWF die sehr niedrige Inflation vor allem im Euroraum, die auch noch weiter fallen könnte. Darüber hinaus zogen die globalen Aktienmärkte zwischenzeitlich an, nachdem einige US-Unternehmen positive Quartalszahlen berichtet hatten.
Spekulative Finanzanleger dürften daher Gewinne mitgenommen haben. Nach den hohen Zuflüssen in die Gold-ETFs Ende letzter Woche kam es gestern wieder zu Abflüssen von gut zwei Tonnen.
Die Silber-ETFs verzeichneten dagegen mit 119 Tonnen die höchsten Zuflüsse seit August letzten Jahres. Dem Silberpreis hat dies jedoch nicht geholfen. Im Gegenteil, dieser verlor gestern überproportional mehr als 2% und rutschte deutlich unter die Marke von 20 USD je Feinunze, wo er auch heute Morgen noch notiert.
In Südafrika entscheidet heute ein Gericht, ob die radikale Gewerkschaft AMCU auch in der Goldminenindustrie streiken darf. Sollte das Urteil zugunsten von AMCU ausfallen, würden ab morgen bis zu 90 Tsd. Arbeiter der Platin- und Goldminenproduzenten in den Ausstand treten.



