AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Börsen: Dieses Mal ist alles anders?

Quantitative Easing: Die treibende Kraft der Aktienhausse? Eine Spekulationsblase kann nur dann entstehen, wenn es zu einer massenpsychologischen Verblendung kommt. Diese lässt sich am einfachsten in dem Satz: „Dieses Mal ist alles anders“ zusammenfassen.

 

Von Claus Vogt

Die notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für die Entstehung von Spekulationsblasen ist überreichliches Geld- und Kreditmengenwachstum. Der Einsatz der Gelddruckmaschine allein reicht also noch nicht aus, um eine Blase entstehen zu lassen, es müssen weitere Faktoren hinzukommen. Eine ausführliche Besprechung dieses Themas, das wir in unserem Buch „Das Greenspan Dossier“ erschöpfend behandelt haben, können wir Ihnen hier aus Platzgründen nicht liefern. Deshalb muss die entscheidende Feststellung genügen, dass eine Spekulationsblase nur dann entstehen kann, wenn es zu einer massenpsychologischen Verblendung kommt. Diese lässt sich am einfachsten in dem Satz: „Dieses Mal ist alles anders“ zusammenfassen.

 

Nur wer daran glaubt, kann die offensichtlichen Anzeichen einer Spekulationsblase wie beispielsweise die klare fundamentale Überbewertung als belanglos ignorieren. Im laufenden Zyklus ist es der Glaube an die Allmacht der Zentralbankbürokraten beziehungsweise die angebliche Bedeutung von Quantitative Easing (QE), die als Begründung vorgebracht werden, warum die historisch bewährten Indikatoren und Modelle, die ohne Wenn und Aber eine Spekulationsblase signalisieren, dieses Mal belanglos sein sollen.

 

Nur bei Neuemissionen fließt netto Geld in einen Markt

Eine präzise Erklärung, wie und warum QE für steigende Aktienkurse sorgen soll, habe ich noch nirgends gelesen. Kein Wunder, denn den unterstellten Mechanismus gibt es nicht, weshalb ihn auch niemand erklären kann – auch nicht Ben Bernanke, der Hauptverantwortliche für die geldpolitische Katastrophe der vergangenen Jahre. Er sagte am 16. Januar 2014: „Das Problem mit QE ist, dass es in der Praxis funktioniert, aber es funktioniert nicht in der Theorie.“ Dem zweiten Teil dieser als Witz gemeinten Aussage Bernankes stimme ich in vollem Umfang zu: Den ersten Teil, dass QE in der Praxis funktioniere, bestreite ich allerdings.

 

Nur eine Wirkung lässt sich indirekt auf QE zurückführen, und zwar die extrem unattraktive Verzinsung konservativer Anlageklassen. Sie führt bei den Haltern dieser Anlagen zu Unzufriedenheit und verleitet sie eventuell dazu, höhere Risiken einzugehen als sie eigentlich wollen. „Denn irgendwo muss das Geld ja hinfließen“, höre ich die Aktienbullen sagen, „es gibt keine Alternative.“

 

Diese Aussage ist unsinnig. Außer bei Neuemissionen fließt netto kein Geld in einen Markt. Jedem Käufer steht ein Verkäufer gegenüber, es fließt also stets genauso viel Geld in den Markt wie aus dem Markt. Es findet nur ein Eigentümerwechsel statt. Dabei mag es ja durchaus sein, dass der Käufer „keine Alternative zur Aktie“ sieht. Aber was ist mit dem Verkäufer? Für ihn muss es diese Alternative wohl geben.

 

Jedes existierende Wertpapier muss bis zu seiner Rückzahlung oder wertlosen Ausbuchung stets einen Eigentümer haben. Immer und ausnahmslos. Der Zunahme der Staatsverschuldung und dem Emissionsboom an den Anleihemärkten stehen also trotz unattraktiver Verzinsung zwingend Anleger gegenüber, die diese Wertpapiere halten. Hier muss das neu kreierte Geld also hinfließen, denn hier finden Neuemissionen in großem Stile statt.

 

Bilanzsummenvergleich: Fed versus EZB:

Da es den von QE-Gläubigen unterstellten Wirkmechanismus auf die Aktienkurse nicht gibt, können sie ihn auch nicht erklären. Stattdessen behelfen sie sich mit einer graphischen Darstellung wie dem links unten gezeigten Chart. Hier sehen Sie den Verlauf des S&P 500 und die Entwicklung der Bilanzsumme der Fed. Der Gleichlauf dieser beiden Zeitreihen ist tatsächlich beeindruckend. Also muss es doch einen Zusammenhang geben, oder? Die Statistiker unter Ihnen werden an dieser Stelle schmunzeln. Denn aus dem Gleichlauf zweier Kurven lässt sich natürlich weder darauf schließen, dass die Korrelation anhalten wird, noch auf das Vorhandensein eines Zusammenhangs zwischen den beiden Zeitreihen.

 

Wahrscheinlich ist es kein Zufall, dass die Zentralbankgläubigen niemals den Chart präsentieren, den wir Ihnen rechts unten zeigen. Hier sehen Sie den Verlauf des DAX und die Entwicklung der Bilanzsumme der EZB. Von einem beeindruckenden Gleichlauf ist hier nichts zu sehen. Dass die Aktienkurse dennoch gestiegen sind, muss also eine andere Ursache haben als Veränderungen der EZB-Bilanzsumme. Historisch gesehen bietet sich Massenhysterie als Erklärung an.

 

S&P 500, Bilanzsumme der Fed in Billionen $, 2006 bis 2013

Der Gleichlauf der beiden Kurven seit 2009 ist offensichtlich – ein ursächlicher Zusammenhang muss deshalb aber nicht bestehen.

Quelle: www.mcoscillator.com

 

DAX, Bilanzsumme der EZB in Mio. €, 2006 bis 2013

Der Gleichlauf dieser beiden Kurven ist hingegen sehr bescheiden.

Quelle: Bundesbank, EZB

www.krisensicherinvestieren.com/

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

DEXWEB - We Pursue Visions

 

Aktuelle Presse

Linken-Chef Jan van Aken hat sich für eine auch militärisch verteidigungsfähige Bundesrepublik ausgesprochen, aber gegen zusätzliche Rüstungsausgaben. "Ich bin für Friedenssicherung [ ... ]

CDU kritisiert Klage der Grünen vor dem Bundesverfassungsgericht

Die Union hat eine Klage der Grünen-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht als Sabotage kritisiert. In der Organklage geht es um den Plan der Koalition, dass künftig nicht mehr der [ ... ]

Anlässlich des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts zum Klimaschutzprogramm der Ampelregierung aus dem Jahr 2023 hat der Parteivorsitzende der Grünen, Felix Banaszak, die Klimaschutzmaßnahmen [ ... ]

Wincent Weiss steht mit "Hast du kurz Zeit" an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. Es ist nach "Vielleicht irgendwann" (2021) und "Wincents weisse Weihnachten" [ ... ]

Warken offen für höhere Tabaksteuer und mehr Prävention

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat vor dem Hintergrund der Debatte um eine höhere Tabaksteuer hervorgehoben, dass diese dazu beitragen würde, den Tabakkonsum zu senken.

"Unbestritten [ ... ]

Die Inflationsrate in Deutschland liegt im Januar 2026 voraussichtlich bei 2,1 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag in Wiesbaden mit. Die dts Nachrichtenagentur sendet in [ ... ]

Der jährliche Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat im Januar 2026 wieder Fahrt aufgenommen.

Die Inflationsrate wird voraussichtlich 2,1 Prozent betragen, teilte das Statistische Bundesamt [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.