Laut Angaben des chinesischen Goldverbandes ist die Goldnachfrage im Reich der Mitte 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 41% auf rekordhohe 1.176 Tonnen gestiegen.
Von Commerzbank Commodity Research
Der Goldpreis steigt zu Wochenbeginn über die Marke von 1.270 USD je Feinunze und erreicht damit ein 2-Wochenhoch. An der Goldbörse in Shanghai verteuert sich das gelbe Edelmetall auf 250 CNY je Gramm, den höchsten Wert seit Ende Dezember.
Laut Angaben des chinesischen Goldverbandes ist die Goldnachfrage im Reich der Mitte 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 41% auf rekordhohe 1.176 Tonnen gestiegen. Der Verfall der Goldpreise hat demnach zu deutlich höheren Verkäufen von Goldschmuck und -barren geführt. Aussagen eines chinesischen Analysten zufolge könnte die Goldnachfrage Chinas sogar über 1.400 Tonnen betragen haben, da in den Zahlen des Goldverbandes wahrscheinlich nicht die Käufe der Zentralbank und von Finanzinstitutionen enthalten sind.
Mit 428 Tonnen hat China zugleich soviel Gold produziert wie nie zuvor und war das siebte Jahr in Folge der weltweit größte Goldproduzent. Die spekulativen Finanzinvestoren haben in der Woche zum 4. Februar erstmals in diesem Jahr ihre Netto-Long-Positionen bei Gold reduziert. Sie wurden um 7,6% auf 43,7 Tsd. Kontrakte abgebaut.
Da es in der Beobachtungsperiode leichte Zuflüsse in die Gold-ETFs gegeben hat, waren wohl die Finanzinvestoren für den zwischenzeitlichen Preisrückgang bei Gold mitverantwortlich. Der Anstieg des Goldpreises seit dem Datenstichtag spricht dafür, dass mittlerweile wieder mehr Wetten auf steigende Preise eingegangen wurden. Auch die Rückkehr Chinas an den Markt nach den Neujahrsfeierlichkeiten dürfte sich hier ausgewirkt haben.



