Gold und Silber setzen Preisanstieg fort. Trotz ETF-Abflüsse haben sich die Gold- und Silberpreise davon jedoch nicht beeindrucken lassen. In der Woche zum 11. Februar wurden die Netto-Long-Positionen bei Gold auf ein 14-Wochenhoch von 52,1 Tsd. Kontrakten ausgeweitet.
Gold und Silber beginnen die neue Handelswoche so, wie sie die alte beendet haben: mit Preiszuwächsen. Gold steigt heute Morgen zeitweise auf ein 3½-Monatshoch von 1.330 USD je Feinunze. Silber verteuert sich vorübergehend auf knapp 22 USD je Feinunze – ein 3-Monatshoch –, nachdem es am Freitag schon überproportional um annähernd 5% zulegte.
Ende letzter Woche kam es bei den jeweils größten ETFs, dem SPDR Gold Trust und dem iShares Silver Trust, jedoch zu Abflüssen von 5,1 Tonnen bzw. fast 60 Tonnen. Offensichtlich nehmen erste Anleger Gewinne mit. Die Gold- und Silberpreise haben sich hiervon jedoch nicht beeindrucken lassen.
Abgesehen von den jüngsten ETF-Abflüssen hat sich die Stimmung unter den Investoren zuletzt merklich gebessert. Dies zeigen zum Beispiel die CFTC-Daten. In der Woche zum 11. Februar wurden die Netto-Long-Positionen bei Gold auf ein 14-Wochenhoch von 52,1 Tsd. Kontrakten ausgeweitet.
Bei Silber wurden sie – allerdings von sehr niedrigem Niveau aus – auf 10,0 Tsd. Kontrakte mehr als vervierfacht. Einhergehend auch mit einer Verbesserung der charttechnischen Lage spricht das Momentum kurzfristig für weiter steigende Preise. Allerdings erfolgten die Preisanstiege in relativ kurzer Zeit und fielen zugleich recht stark aus, so dass sich Korrekturpotenzial aufbaut. Der World Gold Council veröffentlicht morgen die Goldnachfragetrends für das vierte Quartal. Die Nachfrage dürfte wohl nochmals ziemlich schwach ausgefallen sein, was aber hinlänglich bekannt sein und daher kaum Auswirkungen auf die Preise haben sollte.



